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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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Gründung dcS litcmrischcn MnscumS.

rarisches Museum gegründet uud das Ganze nach Altmarkt 7 (jetzt au derKreuzkirche 18, dem Hause, in welchem sich gegenwärtig das KöniglichSächsische Adreßcomptoir befindet) verlegt. Auch das Verlegen van Büchernwurde flott weiter betrieben. Das erste unter dieser Firma verlegte Buchwar: I. G. Blinkis,Versuch über die Harmonie der Gebäude zu den Land-schaften mit fünf colorirten Kupfern. Folio". Was das Museum anbelangt,so hat dasselbe für die damalige Zeit in dem noch kleinen Dresden einenziemlich großartigen Anstrich gehabt. Der um diese Zeit sehr bekannte,unter dem Namen Laun schreibende Romanschriftsteller F. N. Schulze er-wähnt dasselbe in seinen Memoiren und schreibt darüber:An Schönheitdes Lokals und Glanz der Einrichtung überbietet das Institut in manchemStücke das berühmte Leipziger von Brygang." Gleichwohl fehlte hier aller-dings die ziemliche Anzahl wohlhabender Partiknliers, welche für das Unter-nehmen jener Stadt sich lebhaft interessirten und zum Theil den Abonne-mentspreis erlegten, ohne von der Anstalt Gebrauch zu machen. Auchunter den sich hier eine Zeit lang aufhaltenden Fremden war in der Regeldie Zahl der für Literatur und Wissenschaften sich Jnteressirenden viel ge-ringer, als unter den Leipzig von Zeit zu Zeit besuchenden Auswärtigen.Die Unternehmer konnten daher unmöglich auf eine so bedeutende Unter-stützung rechnen, als der dortige gefunden hatte. Von der ungleich größerenMasse der Beamten wäre allerdings einiger Ersatz zu erwarten gewesen.Theils aber waren diese von ihren Amtsgeschästen zu sehr in Anspruch ge-nommen, um die ihnen bleibende wenige Zeit nicht lieber zu Erholungen,als ferneren Anstrengungen zu widmen, theils stand bei vielen die Be-schränktheit ihrer Einnahme sogar der geringen Vermehrung ihrer Aus-gaben durch den Abonnemcntspreis im Wege. Und auch darum mußte dieUnterstützung weit kärglicher ausfallen als in Leipzig, weil die Unternehmerin dem vcrhältnißmäßig viel ärmeren Dresden bei allen diesen Verminder-ungen der zu hoffenden Einnahmen nun auch den jährlichen Abonnements-preis selbst von 1L Thalern auf 9 Thaler herabsetzen mußten. Es ließsich deshalb leicht voraussetzen, daß, sollte das Museum an innerem Werthenicht allzutief unter das Leipziger gestellt werden, schwerlich oder doch nurim günstigsten Falle ein Ertrag davon zu hoffen war, der viel mehr als diedarein gewendeten Kosten deckte. Als eine für die Unternehmer glücklicheSpcculation an sich wäre die Errichtung des Museums daher gewiß nicht