Druckschrift 
Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

Ucbersicdlniig nach Dresden.

13

Nach Verlauf dieser Zeit kostet jedes Heft 2 Rthr. 8 Gr. Daszweyte Heft davon aber erscheinet unter eben diesen Bedingungen zurMichaelmessc desselben Jahres. Jeder, der sich ausser den resp. Buch- undKunsthandlungen dem Pränumerationsgeschäfte unterziehen will, erhält daszehnte Exemplar für seine Bemühung."

Schneeberg, den 30. Oktober 1793.

Arnolds Buchhandlung.

Auf dies Unternehmen kommt Arnold noch mehrfach zurück. So be-zeichnet er unter anderem auch die verschiedenen Stellen, wo man ein Probeblatterhalten kann und knüpft daran die Bemerkung, daß man daraus gewißbeurtheilen tonne, ob das Ganze 1 Thaler 12 Groschen Vorausbezahlungwerth sei. Das Werk erschien dann auch wirklich in der Ostermcsse 1794,ist aber später nicht fortgesetzt worden.

Es stellte sich übrigens bald heraus, daß die Wahl des Ortes Schnee-berg zur Gründung eines eigenen Geschäftes keine glückliche war; es wolltemit demselben gar nicht recht vorwärts gehen. Nachdem sich Arnold fünfJahre lang redlich gemüht hatte, zog er mit seinem Verlag, für welchen erjedoch noch bis zum Jahre 1797 die Firma Arnold's Buchhandlung inSchnceberg beibehielt, nach Dresden, um hier sein Glück zu versuchen.Zunächst gründete er eine Lesebibliothek und zwar in Dresden-Neustadt aufder großen Meißnischen Gasse Nr. 1 (jetzt Blockhansgäßchen Nr. 3) undkam beim Rathe um Gewährung des Bürgerrechts ein, was ihm auch am9. Juni 1795 verliehen wurde. Er versuchte nun ans alle Art und Weisein Verbindung mit seiner Leihbibliothek auch Bnchhändlergeschäftc zu machen,was aber die Dresdner Buchhändler, welche, wie in der Vorgeschichte mit-getheilt, in bestimmter Anzahl privilcgirt waren, durchaus nicht leidenwollten. Nun trachtete er auf Umwegen sein Ziel zu erreichen; er erwarbam 27. November 1798 das Bürgerrecht von Pirna und sirmirtc nunArnold's Buchhandlung in Pirna. Das erste unter der neuen Firma ver-legte Werk war:Berguin's sämmtliche Werte, nach den Materien geordnet.Aus dem Französischen. 1. Bändchen mit 1 Kupfer."

Im Jahre 1798 nahm er den Advokat H. G. P inther als Theilhaberauf. Die Leihbibliothek wurde bedeutend vergrößert, dazu noch ein lite-