Museum in Dresden,
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zu betrachten gewesen. Allein neben der Beförderung eines nützlichen Zweckesmochte ihnen wohl auch eine wichtige merkantilische Ansicht Veranlassunggegeben haben. Das großartige Institut machte ihre Namen im Auslandebekannter und trug so unstreitig dazu bei, ihnen als Buchhändler neuenützliche Verbindungen zu erwerben, während die abonnirenden Besucherdes Museums doch wohl ebenfalls größtcntheils auf die Idee geriethen,sich mit ihren vielleicht zeither von anderen Buchhandlungen bezogenenBücherbedürfnisscn an die Handlung Arnold und Pinther zu tuenden. Undwenn das gesellige Leben in Dresden nach und nach eine feinere, besondersauch auf litcrarische Zwecke mit Hingerichtete Form annahm, so ist diesnicht zum Wenigen dem Museum und der Rührigkeit seiner Unternehmerzu danken, namentlich aber Johann Christoph Arnold, dessen reger Sinnfür gemeinnütziges Wirken, bei vorzüglicher Intelligenz, wesentlich zum Fort-gauge der allgemeinen Ausbildung beitrug. Es dürfte in vieler Beziehunginteressiren, den Prospeet, welcher damals von den Unternehmern des Mu-seums bei dem Dresdner Publikum verbreitet wurde, kennen zu lernen undbringe ich denselben deshalb hier zum Abdruck. Derselbe lautet:
Museum iu Dresden
am alten Markte, im Eckhause, bey der Kreuzkirche, Nummer 7,
Dieses Institut für die Freunde der Künste und Wissenschaften, isttäglich, früh von 9 Uhr ununterbrochen bis Abends um 8 Uhr, Svun- undFesttags aber nur Nachmittags von 2 bis 9 Uhr offen.
Es enthält:
1) Im Vorzimmer die Expedition des Unternehmers.
2) ein Musikalienkabinett, in welchem ein Pianoforte, Violinen,Flöten n. s. w. so wie die neuesten Mnsikalien zur Unterhaltung für dieInteressenten und zum Verkauf für Jedermann vorhanden sind.
3) das Sprechzimmer zur gesellschaftlichen Unterhaltung. Essind darinnen die neuesten und besten Landkarten, die vorzüglichsten Wörter-bücher, Kunst- und Zeitungslexica und die nöthigen Schreibmaterialien zuExerpten anzutreffen.
4) ein großes Lesezimmer, wo in einein Bürean unter ein-zelnen Rubriken die vorzüglichsten deutschen und französischen und eng-