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Vorgänger der Arnoldischen Buchhandlung.
Beschränkung auf fünf Firmen nicht alle erhalten, es gingen einige Handlungenein. Ehe das betreffende Privilegium erlosch, erhielt zwar im Jahre 1739noch eine andere Buchhandlung dasselbe, nämlich die von Friedrich Heckel,der zugleich Hof-Buch-Lieferant war, aber schließlich gegen Ende des18. Jahrhunderts war thatsächlich nur von 4 Geschäften das Privilegiumzur gehörigen Zeit erneuert worden. Es lassen sich nun die Vorgänger imBesitze des der Arnoldischc» Buchhandlung gewährten Privilegiums ganzsicher bis zu dem oben erwähnten Lesche feststellen; dieser verkaufte nämlichsein Geschäft am 11. April 1755 an Johann Wilhelm Harpeter, welchereinige Jahre später den Königlich Polnischen und Kurfürstlich SächsischenHofcommissar Michael Gröll, der zugleich auch öffentlicher Auktionator inWarschau war, als Theilhaber aufnahm. Beide erhielten auch das alte Privi-legium übertragen, jedoch mit der Bedingung, daß im Fall Harpeter über kurzoder lang aus der Handlung ausscheiden sollte, Gröll alleiniger Besitzerwürde. Harpeter starb im Juni 1764 und Gröll, der das Geschäft nun unterseinem Namen weiterführte, versuchte dasselbe, da er es infolge seines Amtesin Warschau nicht so recht hatte betreiben können, verschiedenemal zu ver-kaufen, so zuerst im Juli 1766 an C. G. Kennel. Dieser muß auch wirklicheinige Zeit mit im Geschäft gewesen sein, denn man findet die FirmaGröll ö-Kennel verzeichnet, die Verbindung war aber jedenfalls nicht vonlanger Dauer, denn bereits am 7. Januar 1767 bittet Gröll von Warschauans sein Gesuch um Uebertragnng des Privilegs an den BuchhändlerI. Chr. Gilbricht aus Leipzig, mit dein er unterdessen verhandelt hatte, deraber nicht das erforderliche Geld gehabt zu haben scheint, zurückziehen unddas Geschäft vor der Hand unter einem Administrator und Buchhalter fort-setzen zu dürfen, bis er es an einen andern dazu geschickten Mann überlassenkönne. Erst im April 1783 war ihm dies möglich, denn zu dieser Zeitverkaufte er seinen Buchladcn an den Buchhändler Johann GottlobEmmanuel Brcitkopf in Leipzig. Letzterer verkaufte es wieder an vr. CarlChristian Richter, welcher am 18. Februar 1791 dafür die Bestätigung er-hielt. Besagter Richter muß ein ganz eigenthümlicher Mensch gewesen sein,denn in einem sehr seltenen, in Hamburg erschienenen Büchelchen betitelt:„Richtcriana das ist Züge und Thatsachen aus dem Leben, Meinungen,Charakter und Begebenheiten des Doktors und Buchhändlers Carl ChristianRichter in Dresden" werden ganz merkwürdige Geschichten von demselben er-