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1 (1890)
Entstehung
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von Italien, wusste sie es bei Napoleon I. durchzusetzen, dassdas kleine Land ferner nicht bedrückt;"wurde 1 ).

Von ihrem Leben in Broich sind noch Aufzeichnungenvorhanden 3 ), welche bezeugen, dass sie nach damaliger Sitteder Zeit einem gewissen äusseren Glänze nicht abgeneigt, abertrotzdem leutselig und von grosser Menschenfreundlichkeitbeseelt war.

Wenn die Fürstin ausfuhr 3 ), Läufer mit Stäben mit sil-bernen Knöpfen vor dem Wagen, dazu die Kanonen vom Mühlen-berg donnerten und nun die hohe Frau im offenen Wagenzwischen den 2 engelgleichen Prinzessinnen dahinflog, mildelächelnd, freundlich grüssend, dann wiederholten sich oft dieAusbrüche des Jubels über die Anwesenheit der verehrtenLandesmutter. Besonders feierlich war es, wenn am SonntagMorgen der Wagen der Fürstin vom Schlosse rollte, der siezur Kirche brachte. Wollte die Fürstin eine Vergnügungs-fahrt auf der Ruhr machen, so lag ihre bewimpelte, mit Blumengeschmückte Yacht bereit. Bei der Huldigung 1791, beiwelcher sie ihren Sohn Prinz Georg Karl als künftigen Herrnvon Broich den Unterthanen' vorstellte, stand sie auf der Er-höhung vor dem von ihr 1789 erbauten Schlossflügel undreichte jedem Broicher, der in ehrfurchtsvoller Freude herantrat,die Hand. Welch einen Werth die Landgräfin selbst auf diesenEmpfang legte, beweist der Umstand, dass sie den durch dashäufige Darreichen der Hand schwarz gewordenen weissenGlacehandschuh nach Darmstadt an ihre Familie sandte, diedaraus erkennen sollte, wie sie von ihren Unterthanen empfangenworden sei.

') Ebenda.

2 ) v. Kamp, Broich I. S. 242 und folgend».

3 ) v. Kamp, Broich I. S. 242 und folgende.Brinckmeier, Leiningen.