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1 (1890)
Entstehung
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herrlichem LaübAvald bestanden sind. Im Sommer ist ringsumnur Grün zu sehen, kein einziges Haus; zahlreiches Roth- undDamwild belebt die nächste Umgebung. Fast alljährlich findensich in nächster Nähe des Schlosses römische Erinnerungen,wie Wachthäuser, Inschrift- und Yotivsteine u. s. w., da aufdem benachbarten Höhenkamm der römische Limes vorüber-führte, dessen Zug noch deutlich erhalten und zu verfolgen ist.

Das im Isarthal gelegene Schloss Hohenburg (jetzt demHerzog von Nassau gehörig) kam 1836 in den Besitz desFürsten Carl zu Leiningen, der es glänzend wieder herstellenliess und durch seine grossen Jagden neues Leben in denstillen Isarwinkel brachte; auch die schönen englischen An-lagen rühren von ihm her. Als durch das Gesetz vom 4. Juni

1848 auch in Bayern die gutsherrliche Gerichtsbarkeit aufge-löst wurde, die Mark Hohenburg ihre Selbstständigkeit verlorund dem Landgerichte Tölz einverleibt wurde, hatte der Fürstkeine Freude mehr an Hohenburg und verkaufte es im April

1849 an den Grafen Arco-Zinneberg 1 ).

Vermählt war Fürst Carl seit 13. Februar 1829 mit GräfinMaria (Tochter des Grafen Max von Klebeisberg und der MarieFreiin von Turba), geb. 27. März 1806, gestorben 28. Oct. 1880.

Aus der Ehe dieses Fürsten entsprangen 2 Söhne:

1. Erbprinz Ernst Leopold Victor Carl August JoseftEmicli, der in der Regierung folgte, und

2. Eduard Friedrich Maximilian Johann; geb. 5. Januar1833. Erzogen im elterlichen Hause, genoss er seine weitereAusbildung in Genf, trat dann in die österreichische Armeeund diente bei verschiedenen Trupjjentheilen, hauptsächlich beider Gardegendarmerie. 1857 nahm derselbe seinen Abschiedals Rittmeister; 1870 wollte er am Kriege gegen FrankreichTheil nehmen, wurde aber durch Gelenkrheumatismus an seinem

0 Grenzboten, 45. Jahrg. No. 35. S. 430.