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1 (1890)
Entstehung
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Ordens; auch hiess ein churpfälzisches Dragoner-Regiment(wahrscheinlich nach 1779) „Leiningensches Dragoner-Regi-ment" — zahlreiche Beweise, dass der alte Groll zwischenKurpfalz und Leiningen endgiltig beseitigt und begraben war.

Von wichtigen Folgen für das Leininger Haus war der1774 eintretende Tod des Grafen Friedrich Theodor Ludwig,des Letzten der Guntersblumer Linie; da derselbe keine Erbenhinterliess und die Nachkommen Joh. Ludwigs (gest. 1687)erster Ehe noch nicht als legitim anerkannt waren, fielen dieBesitzungen der seit 1560 getrennten Falkenburger Linie anden Hartenburger Stamm zurück: — es wurden damit, da auchdie Dagsburger Linie 1709 und die Heidesheimer 1.766 ausge-storben waren, auf kurze Zeit alle Besitzungen der Jo-fried'schen Linie wieder in einer Hand vereinigt.

Graf Friedrich Carl Wilhelm, mächtig an Land, Güternund Unterthanen, ward nun mit in Beiüeksichtigung der vonKaiser Friedrich III. 1444 dem Landgrafen Hesso zu Leiningenertheilten fürstlichen, landgräflichen Würde vom Kaiser Joseph II.am 23. Juli 1779 für seine männlichen und weiblichenNachkommen in den erblichen Reichsfürstenstand er-hoben.

An sonstigen Würden bekleidete er die eines kurpfälzi-schen wirklichen Geheimraths, Generallieutenants der Cavallerieund Oberhofmarschalls; er legte jedoch seine Aemter gleichnach seiner Erhebung in den Fürstenstand nieder 1 ). SeinemVater succedirte er am 28. Oct. 1756. Nach dem am 30. Sept.1774 erfolgten Ableben des Grafen Friedrich Theodor Ludwigvon Leiningen-Guntersblum nahm er, wie schon kurz erwähntdie sämmtlichen Landestheile der Falkenburger Hauptlinie inBesitz, gab aber später in Folge eines Vergleichs vom 17. Ja-nuar 1787 die Aemter Guntersblum und Heidesheim mit den

9 Widder, Besehr. u. Gesch. der Pfalz am Rhein, I. 51.