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1 (1890)
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befindet sich jetzt in den Sammlungen des Alter thums-Vereinszu Dürkheim 1 ).

Auch unter ihm "währten die Zwistigköitcn mit Kurpfalzfort, doch bezogen sich dieselben meist nur auf Forst- undJagdstreitigkeiten. Aug. Becker schildert in seinem Werke:Die Pfalz und die Pfälzer" S. 212 die damalige Situation, wiefolgt: Wenn der stolzeJäger aus Kurpfalz" aus dem Waldekommend hier dem trotzigen Leininger begegnete, sagte erzu ihm:Murmel' nicht viel", worauf ihm der mürrische Gegnerstets erwiderte:Ich kehr' mich an nichts." Das drohende:Schau dich nicht um" wurde dann auch oft gehört, und derKampf, zwischen den hitzigen Forstleuten fortgeführt, bis sichdie Fürsten selbst der Sache annahmen 2 ). Heute noch sindauf den Karten die 3 eigentlilimhchen Namen verzeichnet und ge-hörten im 18. Jahrhundert Forsthäusern an, von denen jedoch nurnoch Kehrdichannichts erhalten ist. Letzteres war schon von GrafJoh. Friedrich zwischen 1700 und 1710 erbaut, wie oben unterGraf Joh. Friedrich nachzulesen ist. Die ursprüngliche Be-deutung des Namens auf die durchmarschirenden feindlichenTruppen sich beziehend ging mit der Zeit verloren undwurde später als gegen den cliurpfälzer Nachbar gerichteterklärt. Daher kam es, dass, als Graf Friedrieh Magnus diesesForsthaus neu herrichten und mit seinem heute noch wohlerhaltenem Reliefbildniss schmücken liess, der Pfälzer 2 andereForsthäuser errichtete und diesen die ebenfalls eigenthtimliehenNamenMurrmirnichtviel" undSchaudichnichtum" beilegte.

Dass Graf Friedrich Magnus auch ein Freund der Wissen-schaften war, geht daraus hervor, dass sich eine Kupferstich-

b Mittheil, des hist. Vereins d. Pfalz, Heft 13. S. 3033.

-) Siehe auch W. Kuby, die Pfalz, p. 201 u. 202; Voigtländers Pfalzführer(Kreuznach 1882) p. 76; C. Mehlis, Dürkheim und seine Umgebungen (Kaisers-lautern 18S5), pag. 119. J. GernsheimsBad Dürkheim", pag. 32 bis 35.