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1 (1890)
Entstehung
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denjenigen, die neue Häuser bauen würden, lOjälirige Abgaben-freiheit zu. Dadurch wurde Dürkheim wieder eine blühendeStadt, und dies trug nicht wenig zur Hebung anderer leiningen-scher Ortschaften bei.

Gemeinsam mit den Söhnen seines Vormundes erhieltFriedrich Magnus in Durlach eine ganz vorzügliche Erziehung.Leider aber blieb es auch ihm nicht erspart, die schönen, inihrer Gesammtheit so imposanten Besitzungen zerstückelt zusehen. Er rnusste sich, trotzdem so manche Verabredungenund Festsetzungen in Bezug auf das Zusammenhalten derGüter vorangegangen waren, am 23. Febr. 1728 doch zu einervölligen Theilung verstehen, bei welcher er selbst die Ort-schaften in der Umgegend von Dürkheim, nebst Dagsburg undLindelbronn, sein Bruder Carl Ludwig aber (der auf dieTheilung gedrungen hatte, um eine eigne Linie bilden zukönnen, was indess nicht gelang, da diese seine neue Liniemit ihm selbst wieder erlosch) die weiter unterhalb gelegenenOrte bekam und seine Residenz in Kl. Bockenheim aufschlug.Es waren nunmehr im Hause Leiningen abermals zwei Linien: die Speciallinie Leiningen-Hartenburg und die Special-linie Lein ingen-Emichsburg; im gewöhnlichen Leben nannteman die beiden Herrschaften dieobere" und dieuntereGrafschaft".

Als dann Carl Ludwigs Besitzungen, da er ohne männ-l iche Erben starb, an Friedrich Magnus zurückfielen, huldigtenim März 1747 die Unterthanen jubelnd ihren; früheren Herrn.Er sorgte in der Tliat auch fernerhin redlich für das Wohlseiner Unterthanen, und so gross waren seine Menschenfreund-lichkeit und seine Güte, dass man ihn dengemeinen" Grafennannte, was in dortiger Gegend soviel heissen soll, als dass ergegen Jedermann herablassend und leutselig war.

Als die Hartenburg für seine Familie und seinen Hofstaatnicht mehr ausreichte, verlegte er 1725 seine Residenz nach Diirk-