— 293 -
clotirt, so dass sie sich bald wieder zu einer blühenden Anstalterhob.
Dass sich Graf Johann Friedrich gern mit. den Wissen-schaften beschäftigte, geht sowohl daraus hervor, dass F. M.B. Valentin!, Hess, Leibmedicus und Professor in Giessen, denIII. Theil seines umfangreichen Werkes „Museum Museorum"ihm widmete, als auch in der Zueignungsvorrede bei Gelegen-heit der Erwähnung von Diseursen über Barometer, Thermo-meter u dgl. sagt, dass der Graf „ein grosses Behagen undVergnügen von dergleichen Dinge nehme und empfinde" 1 ).
Graf Joh. Friedrich führte in seinem Titel ausser Grafzu Leiningen und Dagsburg, Herr zu Aspremont auch nochden eines Herrn zu Heringsholm, weil er diesen jütländischen,im Stift Rüpen in Lundesnaeslunt gelegenen Besitz durchseine I. Gemahlin, Dorothea Friederike 1687 bei der Erbaus-einandersetzung nach seines Schwiegervaters Tode erhielt 3 ).
Er ist auch der Erbauer des ersten Jagdhauses „Kehr-dichannichts" bei Hartenburg (zwischen 1700 u. 1710), undrührt der eigenthümliche Name von Graf Joh. Friedrich,selbst"her, der unter Hinweis auf die fernab tief unten im Thalemarschirenden Truppen einerseits und die gesicherte Lage diesesForsthauses andererseits zu einem Arbeiter sagte: „Kehr dichan nichts!";? dieser Name ist dem Orte bis heutigen Tages ver-blieben 3 ). —
Graf Johann Friedrich erlebte noch das Wiederaufblühendes Wohlstandes in seinem Lande, wozu er mit Rath und Thatredlich beigetragen hatte, und starb plötzlich am 9. Febr. 1722.geliebt und hochgeehrt von Allen. — Er hatte 5 Söhne und4 Töchter, und zwar: aus erster Ehe drei schon jung ver-storbene Söhne:
') Mittheil, des histor. Vereins d. Pfalz, Heft XIV. S. 91 u. 92.
-) Ebenda S. 87.
a ) Ebenda S. 85—90,