an der Herrschaft Bolanden in Nutzungen und Gefällen, undim selben Jahre nochmals ihren Tlreil an der Burg und demdarunter hegenden Thale 1 ). Diese Pfandschaften wurden inder Folge wieder abgelöst.
Eine Regierungshandlung von ihm datiert vom 26. August1345, wo er seinem Manne Anselm von Direnstein dessenLehengut zu Heppenheim zu eigen giebt, so dass er dasselbeverkaufen kann 2 ). Ein anderes Document ist am 1. Febr. 1348ausgestellt, „am Fritage vor u. frawen tage kertzenweihe"; erbestätigt darin die Privilegien der Deutschherren des Hauses zu„Oberfleursheim".
Das Todesjahr des Grafen Fritzmann ist nicht bekannt.Seine Gemahlin war Johanna, die einzige Tochter und Erbindes letzten Grafen vonRixingen aus dem Hause Wörth(Werden), welche sich um 1310 mit ihm vermählte und ihmdie Herrschaft Rixingen im Elsass an der Grenze Lothringenszubrachte. Fritzmann stiftete die Linie Leiningen-Rixingen,deren Glieder sich „Grafen von Leiningen, Herren zuRixingen", nannten.
Einige alte leiningensche Genealogisten (auch die Schliessl,Einreden etc. p. 50) sind der Ansicht, die Herrschaft Rixingensei bereits vor Fritzmann im Besitz des Hauses Leiningengewesen ; sie war bis dahin aber thatsächlich Eigenthum einesbesonderen Zweiges des elsässischen Geschlechts von Werden,welches bis in das 14. Jahrhundert davon den Namen führte,und zwar gründete die gräflich Rixingen'sche Linie der GrafDietrich von Werden, jüngster Sohn Siegeberts, Landgrafenim Elsass 3 ). Folglich war erst Fritzmann derjenige, welcher
') Original mit Siegel im Münchener Stadtarchiv.
-) A. Köllner, Gesch. der Herrschaft Kirchheim-Bolanden u. Stauf (Wies-baden 1854) pag. 222 u. 223.
3 ) Schoepflin, Als. dipl. I'. 385, in einer Urkunde von 1241: — „Theodo-ricus comes de Ruckesingen filius quondam comitis Sigeberti bpne memorie.' 1