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dem Grafen einen Freibrief, wonach künftig kein Jude oderJüdin den leiningenschen Unterthanen auf liegende Güter etwasleihen noch von denselben etwas ertauschen oder erkaufendürfe. (Liünigs Reichsarch. XXII. 423). Er starb, unvermählt,plötzlich zu Bacharach am 5. Mai 1553, wo er bei einer (zurBeilegung der Zwistigkeiten zwischen dem Herzoge von Jülichund dem Erzbischofe von Cöln angesetzten) Zusammenkunftdes Kurfürsten von der Pfalz mit dem Erzbischofe von Trierzugegen war, und ward in Dürkheim beigesetzt 1 ). — Schon infrüher Jugend hatte ihn ein besonderes Missgeschick'betroffen.Als um 1509 oder 1510 Graf Emich VIII. und seine Söhne einmalauf der Dagsburg zu Tisch sassen, schlug der Blitz in dasZimmer und schleuderte alle Anwesenden zu Boden. Docherholten sie sich wieder, nur Graf Engelhard war so schwergetroffen, dass er sein Leben lang hinkte. Die ZimmernscheChronik sagt: „Dem Grave Engeihart ab,er dem behenget daswetter den ainen schenke! oder huffen, das er alle tage seineslebens hank, jedoch verquantet (-verkleidete) ers so gut alsmöglich und macht vorn frembden leuten ain besslin darauf,das menigelich sein lachen muss." (III. 186).
119 8. Ludwig, geb. 1500, theilte 1536 mit seinen Brüdern
und erhielt (gemeinsam mit Christoph und Hans Heinrich)Falkenburg und Lindelbol mit allem Zubehör auf Lebenszeit,liess sich aber 1539 hierfür mit Geld- und Natur algefällen ab-finden. Im Jahre 1550 kaufte er von Kurpfalz das SchlossFriedelsheim bei Dürkheim nebst zugehörigen Gütern und dieHälfte der Dörfer Göllheim und Weidenthal, und starb 1558
q In Hub. Thomae Annal. de vita ill. Principis Friderici Bleetoris Palatinilibri XIV (Lips. et Prancof. 1624) pag. 289 wird sein Tod auf folgende drastischeWeise erzählt: „Erat adsoitus principi Comes Engelhardus a Leiningen, qui Laden-burgi (in prandio apud Episeopuni Wormatiensen — 1553) plus aequo virio in-dulgens — incidit in gravem plourisin, qua quinto die moriebatur, cadavcrquedomum evectum est."