Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Emich VIII.

Gleich seinem Vater führte auch Graf Emich VIII. durchseine Händel mit dem Kurfürsten von der Pfalz und Andernfür seine Grafschaft schwere Verluste herbei; gleich jenem,scheint auch er ein unruhigerLHerr gewesen zu sein.

Schon weiter oben ist der im Hause übliche Gebraucherwähnt, den ältesten Söhnen und Nachfolgern, um sie schonzeitig an die Regierung und Verwaltung zu gewöhnen, bereitsbei Lebzeiten des Vaters einige Güter zur selbständigenFührung und Nutzung zu überweisen. So liess Emich VII.auch seinem Sohne Emich im Jahre 1482 die Lehen der AbteiLimburg 1 ) und 1484 die Mainzer Lehen übertragen. Dieserheisst daher in einer Verschreibung der Gemeinde Herxheim andie Kirche zu Dürkheim 14.S7 noch „Junker Emich zu Lyningenund zu Dagespurg" 2 ); in einer dem Dechant und Capitel U.L. Frau zu Worms am Donnerstag nach dem h. Jahrestag1494 ausgestellten Verschreibung von 50 Fl. rheinisch. Gültegegen 1000 Goldgulden, nebst dem zu mehrerer Sicherheit desOapitals hinzugefügten Versatz des Dorfes Erpolzheim, nennter sich selbst Graf Emich „den Jungen" 3 ).

') Urkundeu der Dürkheimer Kirche, Fascic. J. Kr. 32.-) Fürstlich Leiningensches Archiv zu Amorbauh,