Entscheidung des Reichsgerichts, aber immer ohne Erfolg 1 ).Als dann die Leiningen, ohne irgend etwas zu erreichen, auch1491 abermals um Ertheilung der Lehen einkamen, wuchsallmälig der Groll gegen die Pfalz von Neuem dermassen an,dass er nach einigen Jahren wieder in helle Flammen ausbrach.
Uebrigens waren unter Emich VII., was hier noch be-sonders bemerkt sein möge, die Verluste bei Weitem grösser,als er irgend Vortheile für das Ilaus errang, und wenn auchEinzelnes neu gewonnen wurde, z. 11. das Schloss Friedelsheim,welches am Mittwoch nach Yocem jueunditatis die Abtei Lim-burg an Leiningen verliehso war es doch nicht zu ver-wundern, das Graf Emich sich, in Folge aller seiner Verlusteund Kosten, zeitweilig in Geldverlegenheit befand. Dies zeigtu. A. ein Schuldbrief vom 2. Juni 1494 über „500 gülden guterkurfürsten müntz, die Jacob Futersack und Elise seine elicheHussfrauwe uns bar geliehen", ferner schuldete er dem KlosterSchönfeldt 100 Gulden 8 !. Es finden sich daneben auch Gülte-briefe an die Kirche zu Dürkheim von 1477, 1479 und 1482 4 ).
Graf Schafried war schon früher gestorben, in welchemJahre ist unbekannt, da er urkundlich nur bis 1475 vorkommt.Als nun auch der Domherr Philipp im Jahre 1493 starb,traten die beiden noch lohenden Brüder Emich VII. und Bern-hard deren Erbe an. Der Vertrag darüber zwischen Emich
') Leiningen-Westerburgisohe (Ihnumslössliche Rechtliche Auszüge, pag. 14.
2 ) Aus dem Lehmann'schen Autennachlass in der Heidelberger Bibliothek.
s ) iJl el ' geben ist am Montag nach corporis Christi A. D. 1494" mit demzerbrochenen Siegel Emiehs. S. auch Gatteier Apparat. Arch. nr. 2081.
*) Urkunde vom 9. April 1487 im Luzorner Stadtarchiv: „1 Puder Weinsreicht dem Closter Schönfeldt (Praneiseo Pryor zu Schönfeldt) Graue Emich zuLeiningen von 100 Gulden lösigen Hauptgelds, doch dass das Puder nicht vber
5 Gulden koste .... der geben ist zu Hardenburg am Mittwoch nach dem h.
Palmtage A. D. 1487" (am 8. April).