kommen auch bei ihm Beispiele von Geldverlegenheiten vor,in die er meist durch die Schuld seiner Vorfahren geratlienwar5 er musste sogar von einem seiner Unterthanen 200 Guldenleihen, wofür er demselben jährlich 20 Gulden von der Betein dem Zell er Gerichte verschrieb 1 ), und 1456 versetzte ermehrere Geld- und Weingefälle zu Asselheim an die ErbenConrads von Dosenbach für ein Capital von 550 Goldgulden 2 ).
Am 17. Juni 1442 war ,'er bei der Kaiserkrönung Frie-drichs III. (IV.) zu Aachen gegenwärtig 8 ), gleichfalls bei dessenKrönung in Rom, (16. und 19. März 1452) wo er, nebst einigenAndern, auf der Tiberbrücke von dem Kaiser zum Ritter ge-schlagen wurde, 4 ) und als bei dem Aufenthalt Friedrichs inWorms am 7. Oct. .1455 die Belehnung des Herzogs Ludwigvon Veldenz geschehen sollte, vermied es Ersterer aus altem Groll,mit dem Letzteren zusammen zu kommen, und lässt die Be-lehnung durch Landgraf ITesso vornehmen 5 ). Auch am Hofezu München finden wir ihn häufig, besonders aber in hohemAnsehen stand er in Heidelberg als vertrauter Rathgeber desKurfürsten Friedrich I.
Ausdrücklich ward er von dem Erzbischof Johannes vonTrier mit dem ihm zukommenden Theile von Altleiningen
') Montag nach Michaelis 1451.
'-) Sonntag vor St. Georgentag 1456.
a ) Wiirdtwein, Subsid. dipl. XII. 33.
4 ) König von Königsthal, Nachlese in den Reichsgeschichten unter KönigFriedrich III. Erste Sammlung, pag. 17: „Das sind die Fürsten. Graven undHerren, die der ICayser zu Rittern geschlagen hat, an dem Tag, als er die kayser-
liche Krone empling, auf der Teyfferbrugk (Tiberbrücke). Darunter wird genannt
„Graf Hesso von Loyningen". — Freiherr von Hohenrode in seiner Genealogie
und kistor. Besehr. des Bittcrstahds etc. III. 134 nennt statt dessen „Graf Hansvon Leiningen —. Dies könnte nur Johann II. sein , indess spricht alle Wahr-scheinlichkeit dafür, dass hier der Landgraf gemeint sei und der Irrthum wohlnur von der Seltenheit des Namens Hesso herrührt.
Ä ) Kremer, Gesch. Friedrichs III. II. 262.
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