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zählende raublustige Gesindel nicht im Zäum zu halten» ermüsste den Dingen freien Lauf lassen und hat nun in der Ge-schichte dafür die Verantwortung zu tragen. Ihn trieb ja nurseine religiösef Schwärmcrei, die so gross war, dass er, als nunwirklich zum Kreuzzuge gegen die Türken aufgebrochenwurde, wie die Sage meldet, sogar eine vom heiligen Geisterfüllte Gans und eine ebenso inspirierte Ziege mit sich führteund. deren Weisungen folgte.
Es wurde nun wirklich zu dem Kreuzzuge geschritten,schon deshalb, weil die wilden Haufen der Kreuzzügler, dieursprünglich aus 10 bis 12000 Mann bestanden haben sollen,sich, besonders durch Zuzug aus Frankreich, bis auf über100000 Mann vermehrten und sich in diesem bereits ausge-sogenen Landstriche nicht mehr halten konnten. So richtetesich denn nun der Heerhaufen gegen die Türken. An derungarischen Grenze angekommen, sandte Graf Emich Bot-schafter, um freien Durchzug zu erlangen; aber man liess ihngar nicht in das Land und sein Heer wurde in einem mörde-rischen Gemetzel bei Morsburg durch König Koloman nahezuaufgerieben und gänzlich verjagt. Graf Emich seihst entkamnur durch die Vorzüglichkeit seines Bosses, 1 ) während vondem Heere später nur ein ganz kleiner Tlieil nach Constan-tinopel gelangte.
In seine Besitzungen heimgekehrt, pflegte er seines Amtesals Gaugraf und Landrichter im Wormsgau, und zwar — dadiese Würde nach Auflösung der Gauverfassung einging —als der letzte dieser Gaugrafen im Wormsgau. 2 ) Bühl ist imIrrthum, wenn er ihn als im Jahre 1135 noch lebend und alsErbauer des Klosters Höningen anführt; 3 ) beide Angaben ge-
0 Heller, a. a. ü.; Wilkens Gesell, d. Kreuzzüge I. 90 bis 100.
-) Act. Acad. Theod. Palat. II. 256: III. 277; V. 171.
:l ) M. Kühl, Keoherches sur la Maisoii de Linango-Dabo. Strassb. 1789. Pol.