dastehen, so muss auch dieser Emicho ein solcher gewesensein, weil er in der Lage war, einen grossen Wald zn ver-schenken, 1 ) und da die Linunga marea direet auf die Besitzungendes alten Dynastengeschlechtes schliessen lässt, dessenErbgüter in der That im Wormsgau lagen, Emicho aber imallodialen Besitze dieser Mark Leiningen war, auch der NameEmicho (Amicho) ein dem Leininger Geschlecht bis aufden heutigen Tag durchaus eigenthümlicher ist, so kann mannicht wohl irren, wenn man, in Folge dieses Indicienbeweises,annimmt, dass der genannte Amicho zu den Ahnen des hohenHauses gehört und alsdann der erste geschichtlich bekanntgewordene Leininger ist. 2 )
Reicht aber auch die urkundlich beglaubigte Geschichteder Grafen von Leiningen nicht weiter zurück als bis zu derältesten, unzweifelhaft ihnen ungehörigen Urkunde von 1096,so kann dadurch das Alter dieses hohen Hauses um so wenigerbeeinträchtigt oder angezweifelt werden, als ja auch die Ge-schichte der übrigen zum Theil noch jetzt regierenden Dynasten-häuser nicht weiter zurückreicht. Existiren jedoch auch keineurkundlichen Beweise ausser jener Nachricht, so ist es dochmehr als wahrscheinlich, dass jener Amicho, der gegen Endedes achten Jahrhunderts einen grossen Wald verschenkenkonnte, also einer schon damals begüterten, an allodialemTerritorialbesitz reichen Familie angehört haben muss, einerder Vorfahren des Hauses Leiningen Avar, und jedenfalls zu
') Das Gebiet dieses Emicho musste ein durchaus eignes, allodiales sein,da er ohne AVeiteres darüber verfügte. Vergl. Baluz. Üapitular. II. 704; Boeh-mer, Principia juris feudalis p. 9.
-) Uehrigens erhielt, venu man sich ferner auf eine Nachricht bei Schan-nat, Hist. Fuld. 236 Nr. 583 verlassen könnte, ein Graf Emich unter demBischof Konrad von AVorms im Jahre 940 eigene Güter in Horchheim beiGuntersblum durch den Abt Hadamar von Fulda. Möglicherweise wäre in ihm»och ein zweiter vorurkundlioher Ahn des Hauses Leiningen gefunden.