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Historische Nachrichten über den zur gräflich-mansfeldischen Herrschaft Heldrungen gehörenden Marktflecken Gehofen und die in der Landgrafschaft Thüringen gelegenen Ämter Leinungen und Morungen
Entstehung
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und Mutter hülfliche Hand geleistet. Die Mutter ist durchgangen. Der Vater wardnicht weit von der Vranntseite verscharrt, ein alter Mann.

1679 im Monat Juli sind auf einmal so viel Raupen, welche einer Couleur,nicht groß, ganz schwarz, in diesem ganzen Revier auf viel Meilen herum ankommen,welche den Rübesamen, so nicht verblühet, ganz wie Besenrcis hinweggefressen, ingleichenauch etlichen Kohl. Dem Rübsamen aber, so Taschen, haben sie nichts thun können.Und wie sie auf einmal kommen, seint auch wieder fortgangen, unterdessen aber auf vielMeilen herum trefflichen, großen Schaden gethan. — In diesem Jahr hat man etlichekurfürstl. sächs. Einguartirung gehabt und dennoch kurbrandcnburgische Gelder darzu gebenmüssen. — Der Wein zu Wallhausen das Maß 2 Gr., auch 1 Gr., sowohl 1 Gr. 4 Pf.— In Sangerhausen haben sie in diesem Jahre Broihan angefangen zu brauen, sosehr wohl gerathcn. Die Kanne ä, 10 Pf.

In dem 1679. Jahre hat unser Herr Gott die Kupferhütten reichlichen gesegnet,indem sie meist alle Wochen über 4 Centner Schwarzkupfer machen können, dahero derwöchentliche Überschuß 20, 25 bis 30 Thaler. Die Kupfer sind nacher Quedlinburggeliefert, der Centner ä 21 Thaler. — Auch haben 1679 der Herr Rittmeister (Chr.Ludw. v. E.) den Eisenhammer verpachtet für 350 fl. — Am 9. Juli 1679 habenIhr. hochadl. Gestr. Herr Georg Sittig v. Eberstein das Amt, wie ihr Herr Bruder,der Rittmeister es 3 Jahr gehabt, auch so lange inne zu haben, angetreten. — 1679den 1. Nov. des Herrn Rittmeisters Liebste einen jungen Sohn (Ernst Friedr.) zurWelt geboren. — Den 10. Dez. 1679 in der Nacht ihrer 12 in die DankeröderMühle gefallen und Hans Kanzlern :c. nebest 2 Pferden an die 500 Thaler genommen.Er selber hat im Heinde darvon springen müssen, seint zu Pferde gewesen, haben diePferde vor der Mühle im Busch stehen lassen. — Die Zeit hero in dusem Jahre dasKorn der Scheffel 10 Gr. 6 Pf. auch 11 Gr., die Gerste 7 Gr., der Hafer 4 Gr.auch 4 Gr. 6 Pf., der Weizen 12, 13 bis 14 Gr. — In diesem Jahre hat an-gefangen das Holz sehr benöthigt zu werden, indem zuvor 1 Acker 1 fl. oder 1Thaler, anitzo 2 Thlr., 3 Thlr. auch wohl 4 fl., in den Wiehischen Hölzern 8 Thalerbezahlt wurden.

1630 den 29. Juli Seine Hochwürden der Dhumherr allhier eingezogen, nach-dem Sie Dero Herrn Bruder Herrn George Sittig Ihres Antheilcs an dem Amtegehandelt und werden mit dem Herrn Rittmeister (Chr. Ludw.) das Amt theilen. —1680 den 28. Juli Ihr. Hochwürden der Dhumherr im Mädesprunge unversehensDero Knecht Niklausen mit kleinem Schrot erschossen. — An der Pest sollen 1680 inDresden 6353, in Leipzig 3232 gestorben sein. Wie es dann in Eisleben mitetwas angefangen. Unter dem Herrn von Werth ern zu Guthmannshausen hat essehr stark grassirt, ingleichen in Orlishausen. — Den 18. Dez. 1680 hat man all-hier zum ersten Male den erschreckt. Komet-Stern gesehen, so also fort mit demSternenaufgang erschienen mit einem sehr langen Schwänze gegen Morgen zu, hat als-dann von Tagen zu Tagen abgenommen, daß man ihn den 16. Januar 1681 nichtmehr vernommen. — Im Januar 1681 haben sich bei Köln fremde Vögel sehen lassen,so groß, als ein Lamm von 30 bis 40 Pfd. schwer, so anfangs des vorigen Kriegesdergl. verspüret worden. Desgl. seint auch 5 Regenbogen an unterschiedenen Orten ge-sehen worden. Desgl. hat man zu Stockholm den 8. Januar von Glock 11 bis 1 Uhrnebst der Ordinar-Sonnen noch 3 Nebensonnen zc. gesehen, auch 2 Regenbogen kreuz-weise über einander (die Wölbung des zweiten nach oben, in der Mitte einander sichberührend) und an jeder Spitzen eine Sonne.

1681 im Monat Mai hat die Pestilenz in Eisleben und Bernburg ange-fangen und gewähret bis im November, da dann in Eisleben die 14000 Menschengestorben, darunter der 6snsra,l-8uperintsiick«nt mit allen Geistlichen nebcnst denSchul-Collagen, ingleichen meist alle Rathsherren und vornehme Leute. Ist ein sehrerbärmlicher Zustand gewesen. Ist dann ferner in Mansfeld, Leimbach, Heckstedt(Hettstedt) und meist in allen Dörfern daherum eingerissen; hieherum ernstlich in Mar-tins-Rieth, Wallhausen, Klein-Leinungen, Rieth-Nordhausen, Obersdorf,