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Nun schritten auch sämtliche 5 Grafen von Mcmsfcld in eben diesem 1506. Jahream Sonnabend nach Viuoulu zu einer Naturalthcilung der Gehölze. Graf Geb-hard VII. erhielt 4120 Morgen Holz (darunter den Eichcnbcrg) zum Amte und SchlosseMorungen, trat aber davon an Graf Ernst II. auf Hcldrungen (vordermt. L.) zurErfülluug vou dessen Rata 23 Morgen in der kleinen Mooskammer, 71 M. imGibickcnstcin, 12 M. der kl. Kuhberg und 58 M. der Molberg, zusammen164 Morgen ab, welche Graf Ernst später seinem Bruder Hoycr VI. abließ.
Was die übrige Beschaffenheit des Amts Morungen betrifft, so ist zu merken, daßder Flecken Leinungen hinsichtlich der Hoheit und Gerichtsbarkeit nicht ganz Mans-feldisch war. Den Grafen standen nur die Zinsen und Dienste ihrer Männer zuLcinungcn zu nebst der Jurisdiktion über diese. Die übrigen Einwohner zu L. gehörtenhinsichtlich der Gerichtsbarkeit ins Amt Sangerhauscn; denn der Kurfürst von Sachsenhatte diese Gerichte mit Gebot und Verbot, und die Leinunger mußten ins Amt Scmgcr-hausen zu Gerichte gehen. Erst nach 1530 überließ Herzog Georg zu Sachsen demGrafen Gebhard VII. Lciuungeu mit aller Hoheit und Erbgcrcchtigkeit. Es mag sichdies ereignet haben, als die Gräfin Elisabeth von Mansfeld, des Grafen Ernst II.Tochter, mit des Herzogs Georg Sohne Friedrich verheirathet wurde. Vorher gehörtenzun? Amte Morungen nur die Dörfer Horla und Rötha und das Vorwerk Paßbruch,welches ein Kloster gewesen. Letzteres war Anhaltisches Lehen, und Graf Gebhard VII.war damit von? Hause Anhalt nur für sich beliehen, weshalb es auch 1602 nach Abgangder mittclort. Linie als apcrtcs Lehn eingezogen und durch ein Spccial-Rpt. des Kur-Herzogs Fricdr. Wilh. zu Sachsen-Weimar an den Ober-Aufseher der Grafschaft Mans-fcld der damalige wiederkäust. Inhaber von Ho?)in gerichtlich daraus exmittirt undden? Hause Anhalt vucma, possessio verschafft wurde.
Noch 1486 Donnerstags Eorp. Elrristck wird Hans von der Asscburg vonden? Herzog Albrecht zu Sachsen a. A. mit etlichen Höfe??, Zinsen und Männern »ndder Mooskammer') zu Leinungen beliehen; dgl. Bernhard v. d. Asscburg 1488Freitags nach .lubiluw. Und 1486 empfingen Jakob und Christoph Haacke")außer 2 Burglehu zu Brücken auch zivci Höfe zu Venningen und das Holz, genanntder Ankcnbcrg 3), zu Lehn. 1523 besaß cii? gewisser Thomas Numburg zuVenningen außer einigen Husen Land eine Hüttcnstätte nebst einer Mühle, Scheune,Gärten und 4 Teichen. Derselbe verkaufte
1329 am Tage tiüinn lexum an Herdan Haacke (zu Wallhausen) für160 Gulden
,,d?) Hüttcnstättc sammt dcr Mölc unde Scheune, als ivcit dcrsclbige Hüttcnhof hicbcvor begriffenist gcwest; auch die Gärten daran, ganz frei von allein Zins, sannnt 4 bcsatztcn Teichen ganghaftigauch frei, so Alles von dein Wohlgcb. Herrn Gebhard Grafen und Herrn zu ManSfcld zuLehn gehet und rühret Und ob ctlich Zins uf den angezeigten Gärten oder Tychen stunden, diewill er uf seinem Hufcland gänzlich behalten und Hcrdan Haacke solche Güter frei machen."
1329 Montag nach IZst« niilii verkauft Facius Lachs au den eben genauutcnHerdau Haacke für 250 st.
„alle seine Güter, so von seinem Vater uf ihn gccrbet, auch alle seine erkaufte Güter, so er vor demFlecke Großen Lcinungcn gehabt, als mit Namen Haus und Hof mit seinem Acker, so dazugehört, zinset 6 Schnccbcrgcr, 2 Hühner; samt Hufe ». ein >/2 Viertel Hcrrcnland, zinsct
1) Das Holz, die Mooskammer, erstreckt sich von Lcinungcn bis an den von Morungennach Sangcrhauscn führenden Weg. Graf Gebhard (V. od. VI.) hatte sie dem alten Bernhardv. d. Asscburg geschenkt. Die Bürger zu Sangcrh. waren berechtigt, Hasen darin zu fangen, die Leinunger(besonders das Amt) konnten Wölfe, Schweine, Hirsche, Rehe und Hasen darin jagen und fangen, auchmit dem Vieh darin hüten, wenn es vierjährig war, wie in dcr Grafen Hölzern.
2) Chr. H. war verh. mit Elisabeth v. Ebcrstcin,
3) Dcr Ankcnbcrg lag im Stolbcrg'schcn Gerichte, das Holz gehörte aber später denv. Wcrihern. Graf Albrccht Georg zu Stolbcrg hat (um lFötl) mit Trommeln, Volk und Hunden nichtnur Wölfe darin jagen lassen, sondern persönlich vor den Hunden gestochen Auch die Leinunger (be-sonders daS Amt) hatten das Recht, im Ankcnbcrgc zu jagen.