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6) Gerichtshalter-Besoldung incl. Kost und Pferdemiethe jährlich 3 Nthlr.
oder 9 fl. 3 Gr „ 193 — —
Dem Gerichtsknecht jährlich an Lohn und Deputat 6 fl. . . . „ 120 —
Summa der Onera fl. 630. 4. 2Diese 630 fl. 4 Gr. 2 Pf. von denen 30 808 fl. 9 Gr. 10 Pf. abgezogen ver-bleiben 30 178 fl. 5 Gr. 8 Pf. — Ob nun von diesem Anschlage noch 178 fl. 5 Gr.8 Pf. übrig verbleiben, so ist doch in sZ-ai-ch daß die Mühle, Backhaus, Salpeter-hütte und Dergleichen steigend und fallend sind, mithin pro tixo nicht zu achten, ver-glichen morden, daß es nicht höher als 39 999 fl. netto angeschlagen werden soll.
Da auf jeden der 7 Brüder (3 waren schon vor dem Vater ff) 10 756 Mfl.als Erbportion kam, so mußte Christian Ludwigs 7^ Sohn- Anton Gottlob, welchemin der Loosung das Harrasische Gut zufiel, die Erbportion seines Bruders WolfDietrich von 10 756 Mfl. mit übernehmen, ferner an seinen Bruder Ernst Rudolf3345 fl. und an seine Schwester Magdalcne Elisabeth 5142 fl. 18 gr. herauszahlen.Nach dein kinderlosen Absterben Anton Gottlobs (9. April 1747) verkauften am 19. Ja-nuar 1748 die überlebenden Brüder (Ernst Friedrich u. Christian) und deren Neffen(6 Söhne Wolf Dietrichs, 3 Söhne Karl's und Ernst Rndolffs Sohn) den Harra-sischcn Hof an ihren Bruder bezw. Oheim Wilhelm v. E. für 26 000 Rthlr,, und zwarso, daß dieser erstlich die Bezahlung verschiedener Posten in Summa von 12 000 Rthlr.,ferner die uuvcrschuldbaren 6000 Mfl. Lehcnsstamm- und 2000 fl. Entschädigungs-Kapitaldes Obcr-Bcrghauptmanns, ferner dieselbe Summe von 8000 Mfl. (— 7000 Rthlr.)des Domherrn Franz darauf angerechnet bekam:
Nr. 20.
Bund und zu wißen sey hierdurch, daß, nachdem Gott den: Allerhöchsten ge-falleil, Unser» geliebteften Bruder vud rcspeetive Herrn Gncle, den weylaud Airstl.Auhaltischen Gber-Berg-Hauptmann, Herrn Anthon Gottlob von Gberstein,Erb- und Gerichts-Herr auf Gchofen, am fiten April (7^7 sanft und seelig ausdieser Welt abzufordern; Derselbige aber verschiedentliche, theils Lehns-theils auchandere Schulden hintcrlaßen hat, zu deren einestheiligen Tilgung kein anderes undconvenableres Buttel vorhanden gewesen, als daß einer von denen Herrn Gebrüderndeßen zurückgelaßenes Gut zu GeHofen, der Harraßische Hoff genannt, annehmeund davon die Schulden, soweit die Aaufgelder zureichen, nach und nach abführe.
Nachdem nun Bnser vielgeliebter Herr Bruder und respeetive Herr Gucle,der Aönigl. Preußische Rittmeister Herr Wilhelm von Tberstein, entschloßen ist,erwehntes von Unserm verstorbenen Bruder und Gucle, dein Herrn Gber-Berg-Hauptmann Anthon Gottlob von Gberstcin, zurückgelaßenes freye Ritter-Lehn-Gutzu GeHofen, der Harraßische Hoff genannt, anzunehmen, und davon die darauf ge-schlagene Schulden-Last, so viel die Aauf-Summa zureichet, abzutilgen:
So haben Wir resolviret, deinselben sothanes jetzt benahmte Guth, den Har-raßische» Hoff genannt, au Hauß, Hoff, Scheuren, Ställen, Gärthen, Gilf HufenDrepzehe» Acker Landes, auch Siebentzig und Brey Viertel Acker Wiesewachs, wieletzteres Herr Schartau in Pacht gehabt, sammt Diensten, Zinßeu (:anch denenGber-Heldrungischen Zinßen, zu deren Tompletirung jährlich Dreyßig Thaler vonder Hütte zugeschoßen werden:), Schäsercy, Gber- und Unter-Gerichten, dazu ge-hörigen Holtzungen, zahme und wilde Hischereyen, Juri Patronatus über Airchen-und Schul-Bediente, Hohe und Nieder-Pagd in Feldern und Wäldern, sammt demHarraßischen Rechte an denen Blühlen, Back-Hauß- und Salpeter-Hütten-Zinß, auchallen Recht und Gerechtigkeiten, sie haben Namen, wie, oder bestehen, worin siewollen, nichts überall davon ausgenommen, wie es Unser scelig verstorbener HerrBruder und Gucle nach Unsers scel. Herrn Vaters und respective Herrn Groß-vaters, Herrn Christian Ludwig von Gberstein zu Neuhauß, Tode beseßen, ge-nutzet und gebrauchet hat, oder aber besitzen, nutzen und gebrauchen sollen, können
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