gutes zu erhalten, so muß auch vigiliret werden in dieser Sache, denn ich schon ziemlich darinnenviZ -ilirst, iW, und der Substitute Herr Andreas; Vogel mir mit Rath und That doch im Vertrauenan Hand zu gehen versprochen."
Als Wolf Dictrich's v. E. zweiter Sohn Ernst Albrecht 1642 als hefien-kasscl'scher General-Major mit dein Grafen Gusbriant vom Rhein nach Breisach ging,kam er auch nach Frankenhauscn, wo er am 29. Nov. >642 mit Hans Christoph v.Trebra einen Vertrag wegen Verkaufs der Eberstcin'schen Rittergüter zu GeHofen, welcheder v. Trebra damals inne hatte, abschloß; und nachdem er im folgenden Jahre vonder Landgräfin von Hessen endlich seinen Abschied erhalten hatte, reiste er von Kasselzunächst nach Ettersburg, um seine daselbst wohnende Mutter zu besuchen, und schloß20. Nov. 1643 zu Weimar abermals mit Hans Christoph v. Trebra zu GeHofe» einenReceß ab, kraft deficit ihm der letztere alle Ebcrstcin'schcn Rittergüter zu Gchofen,welche derselbe bisher inne gehabt, nämlich den Hacken-Hof und den Theil des HarrasischenGutes, den Abraham Esaias Schlegel besessen, käuflich überließ. Am 22. Dez. 1643wurde Ernst Albrccht v. E. auch mit den erkauften Gütern beliehen, für welche er8000 Thlr., ein Reitpferd zu 200 Thlr. und ein ihm gehöriges Gut zu Reinsdorf,das er dem v. Trebra tauschweise abtrat und das für 7000 Mfl. gerechnet wurde, inSumma 14 325 Thlr. gegeben hatte.
Nr. 13. Änszng aus der Lebensbeschreibung des Kans Christoph von Hlrevrazu GeHofen.
Ao. s6Z9 den Ich Hebr.H habe ich wegen Ernst Albrecht von Eberstein,ein Banierschen Gbersten, von Haus nach Heringen begeben müssen, welcher durchdie Seinigen mir das Uleinige in Haus und Hof Alles verwüstet und in die 2500 st.Schaden zugefügct, ich für mich nach Heringen 3 Ulonat bei der sürstl. Witbe aus-halten müssen, mein Weib und Ainder zu Eannenwurf sich erhalten. — Den29. Nov. sj6^2) als die Weimarischen und Hessischen Nölker in diese Landekommen, habe ich auf Parola und Erhaltung meiner zeitlichen Wohlfahrt in Leibund Leben mich nach ^rankenhausen zu dein G.-Ulajor Eberstein über dieHessischen Nölker begeben müssen, da denn mit Betrauung, wenn ich ihm dieEberstcin'schen Güter nicht lassen wollte, er mich und meine Ainder an Leibund Leben aufs äußerste verfolgen wollte, wie er denn auch 3 Eompagnien nachGeHofen abordnen wollte, so mein Haus und Hof zu GeHofen aufs äußerste ruinirensollten :c., habe ich demselben meine Güter um 8000 Thlr. lassen müssen ,c. undhat diese Sache Niemand so sehr getrieben, als des Ebersteins Nlutter, seinNetter Hans Georg von Eberstein und Hartmann von GeHofen.
Nr. 14. Schreiben des Kans Christoph von Krebra an den Gveraufseher Joh.Pavid Aischer, worin er berichtet, wie ihm der Generalmajor von Kversteinden Kackenhof ?c. abgezwungen.
Alan pflegt in gemeine,» Sprüchwort zu sagen, null» eakainitas sola. Solchesbefinde ich bei mir in der That und Wahrheit. Nachdem Gott der Allmächtigewegen unserer überhäuften Sünden nun eine lange Zeit etliche Jahr Deutschlandmit seiner Uriegsruthe hei,»gesucht, auch also, daß viel stattliche Länder verwüstet w.Wann denn dieses große Unglück die Grafschaft Utansfeld auch häufig betroffenunter Andern auch ich vor meine Person sehr viel gelitten, indem der hessischeGeneralmajor Ernst Albrecht von Eberstein sich dieser Grter genähert undsein Quartier in dem Stolberg'schen zu Uoßla genommen, auch sein Netter HansGeorg von Eberstein bencben ineinen Netter» Wolf Christoph und HansWilhelm sich zu de,„selben verfüget, daraus den 27. Nov. gedachter Hans Georg
*) Feldmarschall Baner setzte Anfang des 1639. Jahres bei Dömitz über die Elbe und marschirtemit seiner Armee von 18 000 Alan» über Halbcrstadt sc. in die Grafschaft Mansfeld auf Hallelos, allwo seine Truppen den 14. Febiuar ankamen. Es schickte auch Baner eine Partei seiner Truppennach Erfurt, um daselbst ein Magazin aufzurichten. (Drcyhaupt, Beschreibung des Saalkreises I. 430.)