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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Nachdem er in früher Jugend seine Eltern verloren hatte, besuchte er dreiJahre lang die Sehlde zu Saalfeld, wo er eines vornehmen Mannes Sohnunterrichtete. Mit diesem, der ihn unterhielt, ging er dann auf die Uni-versität Jena, wo er im August 1598 immatrikulirt wurde und 1 1 /„ Jahreverblieb. Darauf war er zehn Jahre lang Präceptor in Nägelstedt bei Bal-thasar Wurmb, dem jungen Vetter des Churfürstl. ältesten Raths beider Grafschaft Mansfeld und Stolberg Ludwig Wurmb und wurde 1609Schulmeister zu Illeben bei Langensalza. Am 9. August 1626 wurde erzum Pfarrer nach Eschenbergen berufen, doch konnte er wegen der dama-ligen Pest- und Kriegszeit erst den 7. Oktober 1627 in sein Amt eingeführtwerden, m welchem er bereits den 16. April 1630 starb. — Am 22. Ok-tober 1609 verheirathete er sich in Illeben mit Katharina, Tochter desPastors Nicolaus Heu singer. Seine Kinder waren:

1) Ein Sohn, geb. den 22. Januar 1611 in Illeben, gest. 14 Tagenach der Taufe.

2) Nicolaus, geb. den 17. Juni 1612 in Illeben, gest. ebendaselbstden 24. September 1731.

3) Balthasar, geb. den 10. April 1615 in Illeben.

4) Johannes, geb. den 24. März 1619 in Illeben,gest. den 10.Okt.1624.

5) Margarethe, geb. den 24. Juli 1624.

6) Hieronymus, geb. 1630 in Eschenbergen.

Tobias Mylius aus Windsheim*), wurde im Januar 1601 an derU niversität Jena, ein Johannes Mylius aus Windsheim den 18. Juni1597 an der Universität Wittenberg und ein Johannes Müller aus Winds-heim 1608 an der Universität Erfurt immatrikulirt.

Johannes Mylius »Eimbeccensis« wurde den 29. Oktober 1600an der Universität Wittenberg immatrikulirt.

Sebastian Mylius aus Hanau, wurde im Sommersemester 1601honoris causa an der Universität Jena immatrikulirt.

Johannes Baptista Mylius aus Augsburg, wurde im Winterse-mester 1601 an der Universität Jena immatrikulirt.

Nikolaus Vates Müller oder Mylius, geb. in Sachsa, wurde 1613Pastor in Tettenborn und war noch 1621 dort.

Daniel Mylius aus Uetz i. d. Mark, wurde im Juli 1606 an derUniversität Rostock immatrikulirt. Er war vielleicht ein Sohn des Seite 1S1Mol

genannten Joachim

ler.

*) Das Wappen der Müller aus Windsheim, einer Patricierfamilie, s. Taf. III, Fig. 6.Es ist identisch mit dem Wappen von Ernst Friedrich Mylius, Pastor an St. Petri in Hamburg(s. S. 324), so dass diese Familien also zusammenhängen dürften! — Die Familie scheint erloschenzu sein! —

—i.lii-X