Druckschrift 
Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
Seite
252
Einzelbild herunterladen
 

252

und schliesslich 1649 als Superintendent nach Alfeld, wo er 1652 diErnennung zum Consistorial- und Kirchenrath erhielt. Im Juli desselbenJahres promovirte er in Helmstädt zum Doktor der Theologie. Er starbin Alfeld den 24. December 1664. Die ihm von dem Pastor in GronauMag. Laevinus Drösemarius gehaltene Leichenrede erschien mit einemLebenslauf in Hildesheim bei Erich Eamm's Wittwe im Druck. Am23. Januar 1638 verheirathete er sich in Braunschweig mit Hedwig,Tochter des Pastors Conrad Klingemann in Handeln bei Braunschweig,die den 1. November 1669 in Alfeld starb.

7) Valentin, geb. den 25. Februar 1610 in Harbke. Gegen Endedes Jahres 1631 wurde er an der Universität Jena unter dem Rektoratvon Prof. Dr. theol. Johann Himmel immatrikulirt und im Jahre 1639als Hiilfsprediger für seinen Vater in Harbke angestellt, dem er nach des-sen Tode folgte. Er starb in Harbke den 4. August 1663, Von seinerFrau Margarethe Lasse hatte er nur ein Kind, das in jugendlichemAlter vor 1663 starb.

8 8) Burkhard, geb. den 14. Januar 1614 in Harbke, ging als

Schneider nach Amsterdam, nahm dort seinen Wohnsitz, wurde Bürgerund verheirathete sich.

9) Ludwig, geb. den 1. April 1616 in Harbke, gest. ebendaselbstin jugendlichem Alter.

10) Eine Tochter, gest. in jugendlichem Alter.

p Kinder von Jonas. (6)

1) Jonas, geb. den 6. März 1604 in Nordhausen.

2) Johannes, geb. den 13. Oktober 1605 in Nordhausen. Im Februaroder März 1630 wurde er unter dem Rektorat von Dr. Johann Schwabean der Universität Jena immatrikulirt und widmete sich dem Studium derTheologie. In demselben Jahre verfasste und veröffentlichte er ein griechi-sches Gedicht zur Hartmann-Fleischmann'schen Hochzeit, nach Vollendungseiner Studien war er Pfarrer bei denen von Hanstein in Erichshausenauf dem Eichsfelde bis 1640 und dann von 1640 bis zum Jahre 1657 »Hof-Inspektor« an der Hof- und Schlosskirche in Gotha.

Ueber diesen Mylius schreibt Magister Nicodem. Lappius,damals Pastor in Arnstadt in einem handschriftlichem Berichte über dievon ihm am 5., 6. u. 7. Oktober 1642 im Sachsen-Gothaischen Cousistoriumausgeführten Geschäfte: »Damit man auch eine Probe haben möchte, obdie Einfältigen Fragstücke, so aus dem Katechismus genommen und inder ersten Session (ohne Zweifel des Hochfür,sthchen Gothaischen Consis-toriums) abgelesen und censirt worden, lernen und fassen könnten, HessenIhre Fürst! Gnaden Herrn Johann Mylius, den Holinspektor, wie sie ihnnennen, zehn Personen von Siebleben alsbald im Oonsistiorum examiniren,welche er vom 3. September an bis zum 24. Juli alle Tage eine Stundein der Kirche zu Siebleben im Beisein des Pfarrers daselbst nach dervorgeschriebenen Methode informirt und mit ihnen die ersten zwei Haupt-stiicke zu Ende gebracht« u. s. w. Von 1657 bis 1681 war Mylius dann