Druckschrift 
Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

Pfarrer in Zella St. Blasii (Thür. "Wald). In den letzten Lebensjahrenkränkelnd, erhielt er den Magister Johann Heinrich Mauso zum Sub-stitutus und starb in Zella 1684.

Er gab heraus:

»Amins Prophetarum (das Jahr der Propheten). Gotha 1656«.

»Das traute Ephraim, das ist kurze, einfältige, doch schnftmässigeErklärung des tröstlichen Sprüchleins Jeremias 31, v. 20: , Ist nichtEphraim mein theurer Sohn und mein trautes Kind u. s. w.' So zumTexte der Leichenpredigt erwählet und begehret worden, als der weilandEhienfeste, "Vorachtbare und Wohlgelehrte Herr Johann Christian Vogel-gesang, Student der Wissenschaften, nach Gottes heiligem Rath am hohenPfingsttage des Jahres 1661 unter der Amtspredigt allhier zu Cella Blasiiauf dem fürstl. Amtshause im wahren Glauben an Christum selig von hinnengeschieden, den darauf folgenden Pfingstdienstag aber bei volkreicher Ver-sammlung in sein Ruhebettlein daselbst christlich beigesetzt worden.Zusammengetragen und auf Anhalten ausgefertigt durch Johann Mylius,Diener am Worte Gottes daselbst. Gedr. zu Gotha 1662 in J£, 10 1 /., Bogen«.

»Rcdemtor vivus (der lebende Erlöser) oder christliche Leichen-predigt über den tröstlichen Spruch Hiob 19, v. 25 u. 26: ,Ich weiss,dass mein Erlöser lebet u. s. w. 1 Bei der Leiche derSarah Sophie, HerrnHeinrich Geist's, Pfarrers zu Mehlis, Tochter, am 28. August 1666daselbst begraben. Gedruckt zu Schleusingen 1668 in 4°, 9 Bogen«.*)

3) Martin, geb. den 4. Mai 1612 in Nordhausen.

4) Valentin, geb. den 17. Mai 1621 in Nordhausen.

Kinder von Achatius. (7)

1) Conrad, geb. den 21. Januar 1639 in Sornmersdorf, gest. injugendlichem Alter.

2) Valentin Bernhard, geb. den 5. Juli 1640 in Hevensen beiGöttingen. Nachdem er die Schulen von Osterode (11. December 1657 bis22. Oktober 1661) und Arnstadt (1662 bis 1663) besucht hatte, absolvirteer in Jena (immatrikulirt den 14. November 1663) und Helmstädt seinetheologischen Studien und ging dann nach Quedlinburg, wo er 1677 alsHof-Diakonus an der Kirche St. Servatii angestellt wurde. Er starb dortam 1. Januar 1693. Die ihm von Mag. Sethus Calvisius, Pastor an St.Benedict!, gehaltene Leichenrede wurde mit einem Lebenslauf in Quedlin-burg bei Johann Heinrich Sievert gedruckt. Am 28. Februar 1671verheirathete er sich mit Anna Margarethe Siechmüller, deren ersterMann der Stifts-Probstei-Schösser J oh an n Friedrich Lindemann gewe-sen war. Diese stiftete als Wittwe nicht nur ein ansehnliches Legat, »dasMylius'sche Stipendium« für Studenten, sondern hinterliess auch zu ihremimmerwährenden Andenken auf Veranlassung des Oberhofpredigers JohannErnst Schulenburg der Kirche St. Servatii die von ihrem Mann (V.B.Mylius) gesammelte Bibliothek. Die Ehe war kinderlos.

*) Der Verfasser (Mylius) hat diese Leichenpredigt dem Heinrich Geist, seinemGevatter, Nachbar und Amtsbruder und seiner Gattin Sophie Margaretha Geistin" als denEltern der verstorbenen Tochter, dedicirt.