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5) Christoph, geb. 1580 in Ilfeld. Er besuchte die Schule zuIlfeld und begab sich dann auf die Universität Helmstädt, wo er sich mitso grossem Eifer dem Studium der Medicin hingab, dass ihn, durch seinenRuf bewogen, der Kanzler des Königreichs Polen und Oberfeldherr JohannZamoscli zur Ausübung seiner ärztlichen Kunst an seinen Hof beriet,als er erst 24 Jahre alt war. Er folgte diesem Ruf und verwaltete seinAmt treu und glücklich, bis Zamosch, als er mit einer Sendung an dentürkischen Sultan beauftragt war, im Jahre 1605 starb. Nach seinem Todewidmete er eine Zeit lang seine Dienste in der Arzneikunst dem GrafenNikolaus von Ostrorog. Als aber später seine Gelehrsamkeit und Welt-klugheit dem Hauptmann Johann Gniewosch bekannt wurde, übertrugihm dieser die Erziehung und den Unterricht seines einzigen SohnesNikolaus Gniewosch, in welchem Amte er volle fünf Jahre verharrte.1612 ging er wieder auf die Universität Helmstädt zurück, um sich fürden Doktor der Medicin vorzubereiten, den er auch mit grossem Beifallund als der Erste unter anderen Mitbewerbern erhielt. Am 8. Juni 1613kam er nach Königsberg i. Pr. und half hier vielen in gefährlichen Krank-heiten, freundlich zu allen und niemand belästigend. Er hatte vor, in Preus-sen zu verbleiben und verlobte sich mit Anna, der Unterlassenen Wittwedes Doktors der Medicin David Euch]er, aber er erlag, bereits ehe dieHochzeit stattfand, einem Lungenleiden am 17. Februar 1614 in Königs-berg.
6) Johannes, geb. den 13. Februar 1588 in Ilfeld, gest. in jugend-lichem Alter.
NB. Ausserdem hatte Valentin Mylius von seinen vier Frauen auch Töchter.
Kinder von Valentin. (5) 1^
1) Margarethe, heirathete den 4. November 1617 Magister JohannHenne, Pastor in Ostrau.
2) Valentin, geb. den 14. December 1601 in Ostrau, gest. injugendlichem Alter.
3) Burkhard, geb. den 14. December 1604 in Ostrau, gest. injugendlichem Alter.
4) Anna Sophie, heirathete den 15. Mai 1627 Conrad Hahn,Pastor im Fürstenthum Kalenberg und starb vor 1644.
5) Katharina, heirathete den 9. Juni 1628 Achatius Meyer,Pastor in Schladen bei Hildesheim.
6) Achatius, geb. den 30. Januar 1608 in Ostrau. Nach Absol- 7virung der Schulen in Braunschweig und Hildesheim ging er am 1. Novem-ber 1628 auf die Universität Helmstädt, studirte dort vier Jahre lang Theo-logie und Philosophie und war dann als Hofmeister des BraunschweigerPatriciers Wetgen Gl inner, dessen Sohn dieselbe Universität besuchte,thätig. Am 26. Mai 1635 wurde er als Pastor nach Sommersdorf im Kalen-berg'schen berufen und am 27. Juli dort eingeführt. Von da kam er1640 nach Hevensen bei Göttingen, 1643 nach Bockenem bei Hildesheim
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