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hielt sich 16P.5 und 36 in Wetter auf, wo er ein Haus besass. Damalsraffte die Pest in dortiger Gegend viele Menschen weg.
3) Johannes, ein Bürger und Einwohner von Biedenkopf. — SeineFrau war Marie, Tochter-von Johannes Puderbach. Diese lebte noch 1643.
4) Johann Daniel, geb. 1585 in Wetter. In Marburg studirte erMedicin und vertbeidigte 1618 unter Heinrich Petraeus (geb. 1589, gest.1620) als Bespondent eine Dissertation »De diarrhoea«. Sonst scheinen alleNachrichten über ihn verloren gegangen zu sein, in einem öffentlichenAmte war er wohl nicht.*) In seiner Schrift »Philosophia reformata« nennter sich »Candida! der Theologie und Medicin«. Er gab heraus u. A.:
»Opus medico-chvnticum. Frankfurt 1618—1620 .
»Antidotarium medico-chymic. reform. Fiankfurt 1620«.
»Christi, reform. Theologie. Fiankfurt 1621«.
»Philosophia reformata. Fiankfurt 1622 u. 1638«.
»Anatomia auri. Frankfurt 1628«.
»Fharmacopoea spagyrico -niedica, Franklin1 1628, Bologna 1636, Leiden1645, Paris 1647.
Kinder von Georg. (3)
1) Johann Georg. Er studirte in Marburg, wo er am 2. August1625 immatrikulirt wurde und erhielt daselbst am ll.Deceniber 1628 dieMagisterwürde.
2) Barbara, heiratliete den 21. September 1635 Johann JostUnkel in Marburg.
Kinder vou Michael. (4)
1) Eine Tochter, verheirathet an Peter Hülfen in Hatzfeld.
2) Hermann Rudolf, lebte in Wetter. — Seine Frau hiess Mar-garethe Elisabeth und wurde den 2. April 1674 in Wetter begraben.
3) Rebecca, geb. den 29. Oktober 1635 in Wetter, gest. ebenda-selbst an der Pest den 26. Februar 1636.
Kinder von Johannes. (5)
1) Johannes,**) geb. den 9. Juli 1612 in Biedenkopf. In Marburg,wo er studirte und im Jahre 1627 am dortigen Paedagogium immatriku-lirt wurde, liess Landgraf Georg 1632 auf dem Schlosse von einigen Stu-denten, nach Sitte der damaligen Zeit, verschiedene lateinische und deutscheKomödien aufführen. Mylius empfahl sich mit seinen Rollen dabei so sehr,dass der Landgraf ihm ansehnliche Beneficien zum juristischen Studiumauswarf, zu dem er nunmehr, wider sein sonstiges Vorhaben, sich bestimmte.
*) Sein Bild in Kupferstich befindet sich in seinen Werken. Im Hintergründe desselbenbefindet sich eine mittelalterliche Apotheke.
**) Johannes Mylins wird nebst seinen Kindern in der „Hist.-Myl." als „von" Myliusbezeichnet. Das „von" scheint jedoch Johannes Mylius nur in seiner Eigenschaft als Regierungsrath bei-gelegt worden zn sein, docli iindet sich in den Kirchenbüchern z. Tli. auch bei seinen Kindern das Prädikat!