Druckschrift 
Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
Seite
168
Einzelbild herunterladen
 

m

III

11 '

168

3) Friedrich Molitor oder Mylius, geb. in Wetter. Er war Prä-

ceptor am Marburger Pädagogium, dann zweiter Prediger in Wetter undzuletzt daselbst Metropolitan. Am 26. April 1574 veiheirathete er sichmit.Charitas, der am 19. Februar 1549 geb. Tochter des Prof. Dr. Con-rad Matthaeus in Marburg (gest. den 28. November .1580).

c

Einziges Kind von

J o h a n n e s M v 1 i u s. (1)heirathete den 26. Juni 1592 in Wetter

c

3

Susanne, heirathete den 26. Juni 1592 in Wetter den Prof. derMathematik in Marburg Johannes Hartm ann (geb. zu Arnberg i. d. Pfalzden 14. Januar 1568, gest. in Cassel den 7. Deceniber 1631). Zwei Töch-ter und vier Söhne überlebten Hartmann aus dieser Ehe.

Kinder von Friedrich Mylius. (2)

1) Georg. Er war bis 1606 Pfarrer in Wintershausen b. Marburg,hatte die Verbesserungspunkte angenommen und wurde 1606 als Pfarrernach Dautphe versetzt. 1624 liess er die Verbesserungspunkte wiederfahrenund erhielt nach Unterzeichnung des luther. Religionsreverses 1624 dasPfarramt in Eckelshausen b. Biedenkopf, das er noch 1629 inne hatte.

2) Michael. Er war Lieutenant in der hessischen Reiterei und

Butzbacher Mass, und ein Fuder "Weins, wie auch zu Zeiten ein etwas vom Wildprät aus derHofküchen, auch wenn Gott vollkommenen Mast bescheeren wird, zehn Schweine mastfrei".

Philipp Mylius, geb. in Giessen, immatrikulirt an der Universität Wittenberg den20. Okt. 1570. Er war Diakonus in Giessen u. starb daselbst nach 1(527. Am 24. Sept. 1576 verliei-rathete er sich und lebte mit seiner Frau Clara, die am 3. Mai 1626 starb, beinahe 50 Jahrezusammen (Joh. Steubers ..Sollennitas semisaecularis Lünckeriana" S. 21). Ergab eine Anzahl Lei-chenreden 1623, 1625 und 1627 heraus. Söhne von ihm waren:

1) Philipp Mylius, studirte in Marburg (immatrik. 1583), Heidelberg (immatrik. den 21.Oktober 1590) und Jena (immatrik. im August 1592.) und wurde den 6. Mai 1611 in Regensburgfür das geistliche Amt und zwar zum Hofprediger bei Achatius Tenzel zu Grüb in Oesterreichordinirt. Identisch mit ihm ist jedenfalls ein Magister Philipp Mylius, der 1616 Hofpre-diger auf Schloss Puchheim war.

2) Johann nes Mylius, wurde 1585 in Marburg, am 19. Oktober 1587 in Wittenberg, imFebruar 1589 in Jena und den 10. Juli 1599 abermals in Marburg immatrikulirt.

T i I e m a n n Mylius, geb. 1557 in Cassel. Er war von 1.598 bis 1612 Prediger in Eckarts-hausen und von 1612 bis zu seinem Tode im Februar 1622 Prediger in Viermünden. Von ihmgiebt es ein Schreiben in lateinischer Sprache an den Landgrafen Moritz vom 10. Juli 1617, woriner über die Beschwerlichkeiten seines Viermündener Amtes klagt und um eine andere Stelle bit-tet. Einen dauernden Namen hat er sich durch seine seltsamen Episteln erworben, von deneneine Auswahl unter dem unten angegebenen Titel herausgegeben wurde. Sie sind mit wunder-barer Kunst und seltener Eleganz derartig geschrieben, dass in jeder alle Worte mit dem glei-chen Buchstaben beginnen (z. B. S. 9: Lugebunt Livore Laborantes, Laborabunt Luxuriantes,Levabuntur Literati, Laudaburitur Liberi etc.").

Er gab heraus.

1) Annales hebraei: rerum a regibus XII tribuum populi Israelitici ultra 750 annos, paciset belli temporibus gestarum heroico versu constituti ac pertractati, atque in duo Voluminadigesti. Iianoviae 1600, 8°.

2) Novae Epistolae mira arte raraque facundia ad potentissimos ac longe sapientissimosprincipes, comites, barones, nobiles aliosque viros excellentissimos, literatos, patronos patron as-que persrciptae, quarum singularum singula verba singulis iisdemque elementis seu literis in-choantur, primum nunc selectiones e pluribus emissae. Marburg. 1613. 12°.

Magister Johannes Mylius, war Pfarrer in Goddelau und Erfelden und starb da-selbst 1634. Sein einziger Sohn, Philipp Daniel Mylius, starb in Goddelau 1632.

W a 11 h e r M y lins aus Treis a. d. Lumda, wurde den 25. Juni 1597 in Marburg und am16. September 1597 an der Universität Wittenberg immatrikulirt.

Johann Mylius, Rathsherr in Allendorf a. d. Lumda (im 17. Jahrhundert), starb imAlter von 103 Jahren, seine Frau Katharina nach 80jähriger Ehe im Alter von 100 Jahren(Johann Justus Gravius. De salubritate Hassiae", S. 62.).

Tobias Mylius aus Cassel, Dr. der Philosophie, wurde als Tob.Molitor" am11. December 1611 in Heidelberg und als Tob.Mylius" am 6. Juli 1615 in Marburg imma-trikulirt.