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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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Mutter zurückkehren musste. Er starb als ein reicher, angesehener undberühmter Kauf- und Handelsmann sowie Raths- und Gerichts-Verwalterin Zwünitz den 4. Januar 1663. Die ihm von Magister Jakob Böhme(Behem) gehaltene Leichenpredigt wurde unter dem Titel »Frommer Christenunsterblicher Nachruhm« mit einem Lebenslauf in Chemnitz bei GabrielGütner gedruckt. Er verheirathete sich 1) den 9. November 1629 mitAnna, Tochter des Herrschaft!. Schönburg. Försters über den StreitwaldGeorg Korn, die am 8. Juli 1658 bei ihrem ältesten Sohn IsraelMylius in Zschopau plötzlich verstarb und in Zwönitz beerdigt wurde.Nach ihrem Tode ehelichte er 2) deu 7. November 1659 Anna Marie,die Wittwe von Andreas Hartmann, der als Organist und Stadtschreiberin Gottesgabe von dort seiner evangelischen Gesinnung wegen vertriebenwurde und dann Bürger und Schichtmeister zum'Tiefen-Gläser-Stollen inWiesenthal war. Diese heirathete nach dem Tode ihres zweiten MannesChristoph Mylius 1668 Martin Wirth, vornehmen Bürger und Han-delsmann in Wiesenthal.

8) Maria, geb. den 5. Februar 1609 in Grünstädtel bei Schwarzen-berg.

Kinder von Johannes. (3)

1) Johann Ernst, geb. den 23. December 1612 in Weimar. Inseiner Jugend wurde er .zuerst in Weimar von Hauslehrern unterrichtetund kam dann auf die Schule zu Langensalza, wo er dem Unterrichtdes Magisters Friedrich Hopler*) übergeben wurde. Später wurde er voneinem Studenten Johann Hagelgans aus Koburg unterrichtet, der nachherProfessor am Koburger Gymnasium wurde. 1631 begab er sich zum Stu-dium auf die Universität Jena und wurde dort gegen Ende des Jahresunter dem Rektorat von Johann Himmel aus Pommern, Dr. der Theologieund Professor Publ. Ordinär., in das Verzeichniss der Jenaer Studentenaufgenommen. Am 16. August 1632 wünschte er in einem Gedicht demDr. Werner Rolpinck Glück zum Universitäts-Rektorat. Im Jahre 1633 ver-liess er mit vorzüglichen Zeugnissen die Universität Jena und ging 1634auf die Universität Marburg, wo er bis zum Jahre 1640 verblieb. Er warzum Hofmeister des erlauchten jungen Grafen Hohenlohe - Schillingsfürstbestimmt, scheint aber dieses mühevolle Amt abgelehnt zu haben. In sei-nem Studentenleben erhielt er verschiedene Vergünstigungen vom Herzogund vom Rath der Stadt Weimar, für die er stete Dankbarkeit bewahrte.Er wurde dann vom Grafen Hohenlohe nach Schillingsfürst berufen undging auf seinen Befehl nach Strassburg und Frankreich. Den ihm angebo-tenen Grad als Di', jur. nahm er nicht an. Er arbeitete eine Schrift »DeReiterationibus» aus, die er aber aus Bescheidenheit nicht veröffentlichte.Im Jahre 1643 wurde er von Schillingsfürst nach Erbach als Hofrath be-rufen, in welcher Eigenschaft er nach Hanau reiste und als guter Lutheranerfür die Evangelisch-Lutherischen freie Religionsausübung zu erlangen sich

*) Dieser Magister Hopler war ein sehr gelehrter Anhänger der Reformation (früher Jesuit),der vom Kurfürst von Sachsen das Privilegium eine eigene Schule zu gründen erhalten hatte, inder adelige und bürgerliche Jünglinge unterrichtet wurden.