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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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bemühte. Schliesslich wurde ihm das Amt eines Regierungsrathes sowie dieLeitung der Kanzlei der Grafen von Erbach übertragen und ihm der TitelKa nzle i di rek tor erthei 11.

Er bewährte sich als guter Christ, der Gottes Wort sehr liebte.Lange Zeit hindurch litt er an der Wassersucht und nachdem er das hei-lige Abendmahl empfangen hatte, schlief er den 2. März 1603, 51 Jahre altund im 20. Jahre seiner Amtsthätigkeit, sanft ein. Johann Philipp ITunnes-hagen, damals Pastor der Erbacher Kirche, hielt ihm eine Leichenrede,die in Weimar gedruckt und unter nachfolgendem Titel herausgegebenwurde:

»Sichere Ruhe nach Christeyfriger Arbeit, oder Schriftmässige Er-klärung der trostvollen Worte Davids, so zu lesen sind im 4. Psalm Vers 9,abgehandelt in einer Christlichen Leich-Sermon bey der Begräbniss desweyland Edlen, Testen' und Hochgelehrten Herrn, Johann ErnstenMylii ICti ff. So den 2. Tag Martii 1663 zwischen 12 und 1 Uhren zuMittag in dem G'räfl. (Erpachischen) Residenz-Hause Fürstenau seine Seeleseinem Erlöser Jesu Christo zu treuen Händen befohlen, und Freytags her-nacher bey Yolckreicher Gräflicher, Adelicher und gemeinen Standes-personen Versammlung in der Pfarrkirchen zu Michelstadt dem Leibe nachChristlich zur Erden bestattet worden«.

Johann Ernst Mylius war un verheirathet. Sein UnterlassenesManuscript »De Itertionibus'sen Geminationibus« wurde 1665 in Jena ge-druckt.

2) Adam Sigismund, geb. in Weimar. Er wurde am Ende desJahres 1642 an der Universität Jena immatrikulirt. Er scheint früh ge-storben zu sein.

Kinder von Daniel. (4)

1) David, geb. den 3. August 1638 in Jena.*)

2) Johann Christian, geb. den 12. Januar 1640 in Jena.*) Erbesuchte vom 1. Juni 1654 bis zum 3. Mai 1660 die Landesschule Pforta,studirte dann die Rechte und war 5 Jahre lang (1667 1672) Amts-schreiber bei Heinrich Constantin von Langenhagen, damaligem Amtmannin Zwätzen und Lehesten. Hach seiner Verheirathung begab er sich nachBlankenhain und lebte mit seiner Frau 13 Jahre lang in glücklicher Ehe, biser im Jahre 1685 dort starb. Im Jahre 1672 verheirathete er sich mitAnna Dorothea, Wittwe des privil. Apothekers in Blankenhain JohannBertusch (gest. den 4. Februar 1670) und Tochter (geb. den 9. Juli1642) des berühmten Erfurter Arztes Joseph Hochschild, Leibarzt derFürstin-Wittwe Anna Sophie von Anhalt in Ober-Kranichfeld. Seine Frau,also die Mutter der genannten Anna Dorothea, hiess ebenfalls Anna Doro-thea und war die Tochter von Dietrich Wittich, Sekretär der Fürsten

*) Wo sich sein Vater mit seiner Familie zu dieser Zeit aufhielt, da er in Nerkewitznicht sicher war.