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Die Familie von Zabeltitz
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Gregors IX. 1234, worin dem Bischof, Probst und Scholastikus vonMerseburg die Untersuchung des Zehntstreites anbefohlen wird, manbrauche die Zehnten in den neuen Landen zur Besoldung der Kricgs-leute: militos, sine guibus ab iosultu Zlavoimin, iinpuZnantiuin prokes-sores nomiuis Lbristiani, kern ipsa tuta esse non possit, eonäueeretensbantuv, wodurch deutlich ausgedrückt wird, daß die Anführer derbewaffneten Macht die Lehngüter gleichsam als Sold für ihre Kriegs-dienste empfingen. Uni 967 wurde das Bistum Meißen gegründet.Von ihm aus drang christliche und deutsche Cnltur in das Wendentumder Nieder - Lausitz vor. Viele der Krieger nun, welche im Dienstegeistlicher oder weltlicher Fürsten kämpften, nannten sich in der Folge,als die Familiennamen aufkamen und geläufiger wurden, nach den Ort-schaften, in deren Feldmarken sie vom Kriegsherrn vorzugsweise belehntworden waren, daher die slawisch klingenden Namen so vieler Familienecht sassischen Ursprungs; andere dagegen, denen die slawische Benennungihres Wohnfitzes zu barbarisch klingen und bei der Anhäufung der Con-sonanten nicht mundgerecht sein mochte, ließen den ursprünglichen Namenfallen und legten dem Orte, wo sie, nachdem die Waffen einstweilen zurRüste gehängt worden waren, den Acker entweder selbst bestellten oder wosie von den Grundstücken der slawischen Bauern Zinsen und Pachteerhoben, die Namen des Ortes jenseit der Elbe bei, wo ihre Wiegegestanden hatte, und so treffen wir denn in der östlich von Meißennach der Nieder-Laufitz gelegenen Gegend Ortschaften slawischen unddeutschen Charakters an: Meding, Tettau, Hirschfeld, Ponickau, Zabeltitz,Kalckrenth, Nanndorf, lauter Namen bekannter Adelsfamilien, welchezu dem Schlüsse berechtigen, daß die ganz im Allgemeinen für die rechtsder Elbe gelegenen Lande gegebenen Ausführungen im Besondern fürdie Gegend zutreffen, welche uns hier beschäftigt.

Waren die Urahnen slawischer Abstammung, so würde der Doppel-adler als das Stammwappcn zu betrachten sein, indem derselbe (ek.Cap.4.) gerade bei slawischen Familien wiederkehrt; waren dieselbendeutschen Stammes, so würden die Pfähle im unteren Teile desSchildes als Stammwappcn erachtet werden dürfen, und könnte mandann an die altmcißnische Familie von Pack (ak Cap. 4.) denken. EinGlied derselben, während andere gegen das Wendentum Krieg führendeGenossen desselben Stammes auch in der neuen, in oer Nieder-Laufitzgegründeten Heimat, den alten Namen beibehielten, nahm vielleicht, mitdem Orte Zabeltitz belehnt, von seiner Belchnung den Namen an undvereinigte mit seinem alten von den Vätern ererbten Wappen monogram-matisch ein slawisches Wappenbild.