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Fünftes Cnpitel.
Ursprung des Geschlechtes.
Nach altem genealogischen Grundsatz ist die Heiniat eines Ge-schlechtes da zu suchen, wo dasselbe zuerst urkundlich auftritt. DieFamilie von Zabeltitz erscheint zuerst in der Gegend von Meißen nichtnur in Urkunden, sondern auch daselbst angesessen. Da nun cben-dort ein gleichnamiger Ort anzutreffen ist, in Betreff dessen Capitel 3nachweist, daß die Erklärung des Namens durchaus auf die Lage desDorfes Paßt, so darf angenommen werden, daß die Familie von diesemOrte als ihrem Besitzthnm den Namen entlehnt hat, hier also dasAdclsprädikat „von" in seiner eigentlichen Bedeutung als Bezeichnungfür den Besitz zur Geltung kommt.
Zedier in seinem Universal-Lcxicon, durch den slawischen Namenwol veranlaßt, gicbtdie Familie als „von wandalischer Extraktion" an undin des Freiherrn v, Abschatz Bardenlicde wird sie den Suaden und Lygiernzugeschrieben*), und sollen nach ihm schon Glieder der Familie imTeutoburger Walde mitgekämpft haben.
Es fragt sich nur: waren die Urahnen des Geschlechtes slawischenoder deutschen Stammes?
Seit Ottos des Großen Zeiten war es eine Klughcitsrcgel der nachNorden und Osten vordringenden Kulturvölker, vornehme Geschlechterder sich unterwerfenden Stämme auch in gewissen Würden und Ehren zulassen, ihnen wol Vertrauensposten in der Verwaltung zu übertragen undsie im Besitz ihrer Güter zu bestätigen. Andererseits**) wurden dieGüter, welche von den eingesessenen slawischen Edcln, welche sich der neuenOrdnung der Dinge nicht unterwerfen wollten, verlassen worden waren, dendeutschen Kriegslenten, welche die Heerhanfen der geistlichen oder welt-lichen Fürsten bildeten, zu Lehen gereicht. Denn es heißt in der Bulle
*1 In der peichenprcdigt des Friedrich auf Zopper und Eichow heißt es, das Gcschlecht babc vor langen Zeiten seinen Ursprung in Ungarn genommen und sei dann»ach der Cbnrinark Brandenburg und nach Sachsen gekommen,
et. Bergbans, die Mark Brandenburg,