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Das Haus Rud. Ibach Sohn, Barmen - Köln : 1794 - 1894 ; Ein Rückblick beim Eintritt in das zweite Jahrhundert seines Bestehens
Entstehung
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EUD. IBACH SOHE

voller Manneskraft dahingerafft und sollte die schönstenFrüchte seines rastlosen Schaffens nicht mehr geniessen. -

Der ungeahnte Aufschwung des Geschäftes in den sieb-ziger Jahren veranlasste auch Rudolf'S jüngeren BruderWalter, sich der Kunst des Pianobaus zu widmen. Nachdreijähriger Lehre bei einem tüchtigen deutschen Meisterging er auf die Wanderschaft, um sich in Paris, Brüssel,London und New York in seiner Kunst zu vervollkommnen.Ausgerüstet mit einem Schatz praktischer Kenntnisse kehrteer nach zehnjähriger Thätigkeit in den besten Werkstättender alten und neuen Welt im Jahre 1883 zurück und stellteseine Kraft ebenfalls in den Dienst des inzwischen unterRudolf Ibach'S Leitung zu grossartigem Leben erblühtenWerkes. Dasselbe wird jetzt von ihm in Gemeinschaft mitder Witwe und erwachsenen Söhnen des Verstorbenen,welche die praktische Schule des Pianobaus bereits hintersich haben, mit allen altbewährten Kräften in Fabrik undComptoir in den alten Traditionen weitergeführt. RastlosesStreben nach Vervollkommnung, Noblesse im geschäftlichenVerkehr und für den Künstler und Gastfreund ein offenesHaus: das ist heute wie immer die Regel des Hauses Ibach.

Vier derselben Kunst in derselben Familie erfolgreichgeweihte Menschenalter sind zu allen Zeiten eine selteneErscheinung. In seinem kompakten Zusammenhange, seinerVererbung in gradester Linie immer von Vater auf ältestenSohn, seinem zähen Festhalten des ursprünglichen Charakters,seiner immergrünen Frische und Lebenskraft gemahnt das