Druckschrift 
Das Haus Rud. Ibach Sohn, Barmen - Köln : 1794 - 1894 ; Ein Rückblick beim Eintritt in das zweite Jahrhundert seines Bestehens
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

pf-sySgä=

EUD. IBACH SOHN.

fühlbarer Aufschwung des Geschäfts waren der Lohn.Doch schon wieder drohten die schweren Kriegswolken desJahres 1870 mit seinen weltbewegenden Ereignissen, dieein gewaltiges Reich erschütterten und ein noch grössereswieder aufbauten. Anfangs schwer lastend auf allem Ge-schäftsleben, endete das Jahr unter dem Einfluss der sieges-frohen Stimmung mit einem allgemeinen Aufschwung inHandel und Gewerbe, welcher auch den jungen Geschäftsmannerheblich vorwärts brachte. Dann kam das Jahr der grossenWeltausstellung in Wien, 1873. Voll Vertrauen auf seineLeistungsfähigkeit unternahm es Rudolf Ibach, der Welt zumerstenmal zu zeigen, wie gründlich hässliche Möbel bisher ihre

o ) o

Klaviere waren, indem er ein Pianino in italienischer Renais-sance ausstellte, dessen Gehäuse in seiner edlen Schönheitnoch heute bewundert wird. Dieser Schritt in das Reich desSchönen, auf einem ganz neuen Gebiete, erregte damals be-rechtigtes Aufsehen und kann als der erste auf der vom HauseRud. Ibach Sohn erfolgreich betretenen Bahn gelten. Einigewenige der später gebauten stilgerechten Prachtinstrumentesind im dritten Teil des Anhangs abgebildet, dessen be-schränkter Raum leider nur eine sehr knappe Auswahl ge-stattet. Dass aber das Innere der Instrumente dem Ausserennicht nachstand, zeigt nicht nur der Wiener Ehrenpreis,sondern auch das hier faksimilirte Zeugnis des Kölner Kon-servatoriums aus dem Jahre 1870.

Von nun an nahm das Haus unter Rudolf Ibach'S un-ermüdlicher genialer Leitung einen grossartigen Aufschwung.

Mi

15