Druckschrift 
Chronik der Familie Baldamus : Versuch e. Familiengeschichte
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

Die Ureltern und das Pfarrhaus zu Meitzendorf.

an David seinem Knechte/und an seinem Volcke Israel gethanhatte, f. B. Kön. 3, 66. Und es war ja auch was grosses / daß zu Sa-lomons Zeiten / ein jeglicher in seiner Hütten in Frieden wohnen und seinHaus bauen konte. Nach der Babylonischen Gefangenschafft eiferte GGtt /daß ein jeder in Zsrael auf sein Haus eilete: des HTrrn Haus aber zubauen / hatten sie nicht Zeit / darum entzog er ihnen den Segen. Hagg. f,2—7. Zur Zeit N. T. sehen wir zwar beym GGttes-Dienst billig ammeisten auf die Tempel des Hertzens / daß dieselbe wohl gezieret werdendurch Busse und Glauben / und wenn die Christen in Felsen und Klüfftenhaben ihre Kirchen und Schulen halten müssen; so ist die Kirche GGttesinwendig am schönsten gewesen / so hats mit denen Hertzens-Tempeln ambesten gestanden. Wenn aber unter christl. Regenten Städte und Dörfferzu Friedcns-Zeiten wohl angebauet werden; so ists gewiß einem Orte keineEhre / wenn andere Häuser daselbst wohl gebauet / Kirchen / Pfarren undSchulen aber in schlechtein Zustande sind. Bey dem HTrrn ZTsu galt esauch etwas / daß der Haupt-Mann zu Tapernaum denen Züden die Schule /oder GGttes-Haus / erbauet hatte Luc. 7, ö. Daß nun hier die Häuser /die zu GGttes Thren und zum Behufs des GGttes-Dienstes gewidmet sind /als pfarr und Schule / nach dem Brande so zierlich gebauet worden / dashat der H<Lrr unser GBtt so cliriAirst / und der giebet unserm AllergnädigstenKönige ein / daß Lr Kirchen / Pfarren und Schulen gern zieret / und daraufvieles freywillig verwendet.

Ich hätte für meine Person wol in einer geringern Wohnung meineZeit leben wollen / indessen ists diesem Grte gewiß eine Thre / daß Pfarreund Schule so gezieret werden / und nicht so wol mir und dem Tuutorhals vielmehr der Gemeinde sind die Bau-Gelder dazu Allergnädigst ge-schencket. Wer GGtt gern lobet und ehret / der wird dieses nicht mitgeringem Lob und Danck erkennen und nicht murren über diese und jenewenige Dienste; sondern wird zu seinem Segen sprechen von Hertzens-Grunde: Gelobet sey der HTrr / unserer Väter GGtt/der solchesdem Könige / und denen das Bau-Wesen anbefohlen ist / eingegeben hat /daß Pfarre und Schule so gezieret werden. Und dieses Lob GGttes kanverursachen / daß / wenn dieses GGttes-Haus muß gebauet werden / GGttdem Könige cingiebet / daß <Lr es auch zieret / wozu der HTrr unsernAllertheuersten Landes-Vater lange erhalten und zum Segen setzen wolle!

?. II. Gelobet sey der H Trr / unserer Väter GGtt/für alleGnade und Barmhertzigkeit / die uns biß hieher nach dem Brande wider-fahren ist / die wir nicht alle erzehlen können! Gnade ists und Barm-hertzigkeit was wir unsers Grts erkennen und wohl anwendenwollen. Wenn GGtt andere zur Barmhertzigkeit neiget / so ist ja beyIhm selbst unermeßliche Gnade und Barmhertzigkeit. Gnade ist alles wasGGtt ohn unser Verdienst und Würdigkeit aus lauter Liebe / an Seel und