Vorwort.
Der Alten Krane sind Aindeskinder nnd derKinder Ehre sind ihre Väter.
iese zuerst muß selber ich Dir abfrugen, o Fremdling: wer undwoher der Männer? Das ist die Frage der Homerischen Heldenan den Fremdling, der, seines Weges ziehend, Unterkunft suchend sich nahte.
wo stand das Haus Deiner Väter? Auf diese Frage können nurwenige Gefragte Auskunst geben, sofern es sich um eine altgrundgesesseneoder eine Familie handelt, in welcher das Pfarramt Generationen hindurcherblich war. In solchen Familien hältsich die Familientradition ausrecht,sie wird theils durch den Familienbesitz, theils durch die Amtsthätigkeitvom Dater aus die Rinder fortgepflanzt. In der einfachen bürgerlichenFamilie wird es ja stets der Fall seilt, daß die vorsahreit nichts gethanhaben, was sie aus der Menge hervorhob. Soldaten im unabsehbare»Heere, welche von Generatio» zu Generation den Rampf um das Daseinkämpften, tüchtige brave Leute, die ihren Platz bescheiden ausfüllten, dieehrlich stets ihre Pflicht thaten, bis sie zu ihren Vätern versammelt wurden.
Auch sie haben ein Recht, daß ihrer die Nachkommen ehrend gedenken.
Auch in solchen Familien giebt es eine Familientradition; sie gehtjedoch meist nicht weiter als bis aus die Großeltern, selten noch aus denUrgroßvater zurück, von früheren Generationen weiß sie in der Regel nicht.
Mit Recht sagt der Dichter:
Mehl dein, der seiner Väter gern gedenkt,
Der freh ven ihren Thaten, ihrer Größe,
Den Uörer unterhält und still sich freuend
An's Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.
wesentlich aus diesem Gesichtspunkte heraus hat sich der Herausgeberdieser Sammlung zu der vorliegenden Arbeit entschlossen. Er wollte daswenige, was er von seinen Vorsahren wußte, zusammenstellcu, damit esden lebenden und kommenden Familiengliedern nicht verloren gehe. Er