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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
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können wir uns dies nur aus der mangelhaften Behandlungjener Frage seitens der früheren Genealogen erklären.Während der ersten 4500 Jahre nach der Trennung derbeiden Linien war das Bewusstsein einer gemeinsamen Ab-stammung gleicherweise bei den Nachkommen derselben,wie bei dem grossen Publikum überhaupt gar nicht oderdoch nur sehr schwach vorhanden. Erst im 17. Jahrhundertfand auf künstlichem Wege, durch die Zollernschen undBrandenburgischen Hofgenealogen eine Reconstruktion desgemeinsamen Abstammungsverhältnisses statt: wenn jenedabei zu den bekannten abenteuerlichen Resultaten, wie bei-spielsweise die Herleitung der Zollern von dem berüchtigtenGrafen Thassilo, gelangten, so trägt die Schuld hievon derdurchaus unwissenschaftliche und fabelsüchtige Charakter,der der ganzen damaligen Geschichtsliteratur eigen ist, undspeziell die Nichtbenutzung der fürstlichen Hausarchive, diedoch für solche genealogische Untersuchungen immer dievornehmste Fundgrube bleiben sollten. Noch ein so klarerund vorurtheilsfreier Geist, wie der Friedrichs des Grossen,lag doch in solchen historischen Dingen noch völlig in denBanden der herkömmlichen Auffassung. Auch in seinen,Memoires pour servir ä l'histoire de la maison de Bran-denbourg' spuckt noch der alte Thassilo als Urvater derZollern; trotzdem war er überzeugt, dass er seinemBuche die besten Quellen zu Grunde gelegt habe, wennschon im Eingang desselben sich das naive Zugeständ-niss findet: ,les recherches d'un genealogiste sont desobjects si minces que par cela meine ils ne sont pas dignesd'occuper des tetes pensantes'. Wenn so ein Friedrich überdie Lösung schwieriger historischer Fragen dachte, was wardann von dem grossen Haufen schmeichlerischer, eitler undoberflächlicher Haus- und Hofhistoriographen zu erwarten!

Erst mit der allgemeinen Zugänglichmachung der alten