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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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Vater nach Nürnberg verlegte Marktrecht des benachbartenBambergischen Ortes Fürth hierhin zurückverlegt. ZumAufschwung der neuen Stadt mag auch, nach dem Beispielanderer Orte, der Umstand beigetragen haben, dass derWundercultus des heiligen Sebald, der auf der Stelle desspäteren Nürnbergs den Mittelpunkt seiner Missionsthätigkeitund seine letzte Ruhestätte gefunden haben soll, hierher eineMenge Gläubiger lockte, von denen zudem Mancher zu blei-bender Niederlassung sich entschlossen haben mag. 1073verweilt hier Heinrich IV. und muss über sich die lüg-nerische Anklage Regengers ergehen lassen; zu Osterndes folgenden Jahres empfängt er hier die Legaten Gre-gors VII., um vor ihnen ein reuevolles Bekenntniss abzu-legen.

Aelter als die Stadt ist vermuthlich die Burg zu Nürn-berg. Das früheste urkundliche Zeugniss ihrer Existenzdatirt allerdings auch nicht höher als zum Jahre 1050 hin-auf, doch berechtigen uns Erwägungen allgemeinerer Artzu der Annahme, dass schon Jahrhunderte früher auf derStelle der späteren Reichsveste eine burgartige Anlagebestanden hat.

Seit dem Vordringen der um den Main und seine öst-lichen Nebenflüsse sitzenden deutschen Völkerstämme nachWesten und Südwesten im 5. Jahrhundert hatten sich slavi-sche Völkerschaften von Osten und Nordosten her in dieverlassenen Sitze vorgeschoben und waren bei diesen Wan-derungen in vereinzelten Ansiedlungen sogar bis in dasGebiet der Jagst und des Kochers gekommen. Fast dasganze heutige Oberfranken und grosse Theile von Mittel-franken, vorab die Gegend um Nürnberg, waren so Jahr-hunderte lang von Slaven bewohnt: darauf deuten nochheute zahlreiche Orts- und Flussnamen hin; auch der NameNürnberg weist jedenfalls auf nicht deutschen Ursprung.