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Die Herkunft der Burggrafen von Nürnberg, der Ahnherren des deutschen Kaiserhauses
Entstehung
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behauptet, sodann den bekannten Ritter von Lang, denßamberger Archivar Höfler, den Geschichtsschreiber desKlosters Heilsbronn, Muck, und den Historiker der mittel-fränkischen Ortsgeschichte in der ,Bavaria' t Fentsch, dersich rückhaltslos zu den Annahmen von Haas bekennt.Unter den preussischen Historikern haben insbesondereLancizolle 1 ) und Eichhorn 2 ), der berühmte Rechtslehrer,Bedenken gegen die Zollernsche Herleitung des preussischenKönigshauses ausgesprochen.

Eine musterhaft fleissige und gründliche Zusammen-fassung aller bisher in der Frage nach der Herkunft despreussischen Königshauses gewonnenen Resultate bietet derkürzlich erschienene dritte Band von L. Schmid's ,ältesteGeschichte des erlauchten Gesammthauses der königlichenund fürstlichen Hohenzollern.' Der Verfasser bekennt sichmit voller Entschiedenheit zur Zollernschen Herleitung.Und in der That wenn man sich, wie Schmie! diesthut, vorzugsweise auf den genealogischen Standpunkt stellt,dann ist man stark versucht, den Ausführungen desselbenzuzustimmen. Aber dieser Standpunkt ist doch bei histori-schen Untersuchungen schliesslich immer ein einseitiger,weil er sich nicht über das Niveau der gerade vorliegendenspeziellen Frage erhebt und diese eben nur mit einem eng-begrenzten Material zu beantworten sucht. Sehr nahe liegtbei einer solchen Behandlung die Gefahr, dass man, um micheines scharf zutreffenden Gleichnisses zu bedienen, den Waldvor lauter Bäumen nicht sieht. Solche Fragen, wie dieüber die Herkunft des preussischen Königshauses, müssenneben dem genealogisch-heraldischen auch noch vom allge-mein historischen Standpunkt aus behandelt werden. Und

') Geschichte der Bildung des preussischen Staats (S. 100 ft.)

2 ) Riedel, Geschichte d. preuss. Königshauses I. S. 80. Anm. 2.