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sehen, das; er, mit solchen Geistesgaben ausgestattet, in der Zukunft ein großer Mann werden sollte.Sie fordern nicht von mir, meine Herren, daß ich genau alle die verschiedenen Theile der zur Kriegs-kunst gehörenden Stücke, die ich so wenig kenne und welche er aufmerksam durchging, nennensoll. Seine eigenen Schriften könnten mir wohl einen reichen Stoff geben, um meine Rede mit Aus-drücken über diese Gegenstände zu zieren und weitläufig den großen Fleiß, mit dem er Unterricht suchte,hier darzulegen; meine Absicht ist aber, die aus seinen Schriften ersichtlichen Kenntnisse unseres Generalsund keineswegs eine Abhandlung über die Kriegskunst selbst hier zu schildern.
Bei seiner Rückkehr in das Vaterland konnten seine schon gesammelten reife» Erfahrungennicht lange unbekannt bleiben. Als neue Festuugswerke gebaut wurden, um die Einfahrt nach derHauptstadt wider alle unbehaglichen Besuche zu schützen, wurde er alsbald zum Tonducteur und gleichdarauf zum Adfutant in der Königlichen Fortifikation ernannt.
Neue Kriegswolken zogen sich in unserer Nähe zusammen.
Stanislaus, zum zweiteu Male zum König des polnischen Reichs erwählt, konnte nicht längerein Volk regieren, geschwächt durch die Wirkungen der Willkür und einer ohnmächtige» Regierung;gewöhnliche Ursachen der Sclaverei unter mächtigeren Nachbaren. Dieser König, in seinem Unglücknoch groß und heldenmüthig, wird im Zahre zu Danzig, wo er mit seinen Getreuen einen groß-müthigen Schutz gefunden hatte, von den Russen und Sachse» belagert. Sein Schicksal war früher sonahe mit Schweden verbunden gewesen, daß es überall in unserem vaterlaude mit Theilnahme ver-folgt wurde. Unter Tommaudo eines schwedische» Befehlshabers, des General-Lieutenant Stenflycht,traten viele schwedische Offiziere bei der Armee des Königs Stanislaus zu Danzig in Dienst undunser Eggers bekam bei dieser Gelegenheit auch eine Tompagnie bei den Leibdragonern dieses Königs.Hier konnte er mit Ehren seine Fähigkeiten gebrauchen. Er und der französische Ingenieur setzten, bevordie Belagerung begann, die Außenwerke in guten Verteidigungszustand. Seine Kenntnisse in derrussischen Sprache waren ihm behülslich, die Briefe der russischen Befehlshaber ins Französische zuübersetzen, welche in die Hände der Belagerten geriethen. Neben diesen Aufträgen verrichtete er mitseinein Regiment alle Tommandirungen und wohnte mehreren scharfen Treffen bei. Damals schonerwarb er sich die allgemeine Liebe, welche die Einwohner dieser Stadt so oft in der Zukunft ihmbewiesen, als er seine letzte Lebenszeit dort zubrachte.
Ein so kriegserfahrener Mann wird nicht lange in Unthätigkeit gelassen. Gleich nach derRückkehr von Danzig wurde er vom hochseligen König Friedrich I., Landgraf zu Hessen, in hessischeDienste gerufen und zum Hauptmann in der Artillerie zu Cassel ernannt. Er kannte eben so gut dieArtillerie, wie die Fortifikation, das zeigen seine Schriften genau. Ihm wurde der Auftrag gegeben,die vertheidigungswerke der alten Festung Rheinfels in Stand zu setzen. Dem damaligen Friedenzufolge und weil die Armee mit alten unversorgten Offizieren augefüllt war, avancirte man in Schwedenlangsamer. Alan kann es also als ein Glück ansehen, daß er, zu der Zeit ungewöhnlich schnell, zumLieutenant in der Fortifikation avancirtech)
Unser Eggers besaß außerdem einen Vortheil, der unter die wirklichen Verdienste zu rechnenist. Sein fröhliches Gemüth und sein gutes Herz verliehen ihm würdige und gemüthliche Manieren,die einen verdienstvollen Manu überall beliebt und am Hofe, wie in der Gesellschaft angenehm inachen.Dadurch kam er oft in die Lage, andere Länder zu besuchen und seine Erfahrungen zu vermehren,so daß man den größten Theil seines Lebens als eine beständige und stets wohl benutzte Reise, baldins Feld, bald zu stillern Vergnügungen des Friedens, betrachten kann. Eine solche Reise inachte erim Jahre durch den größten Theil von Deutschland, im Geleite Seiner Ercellenz des damaligen
Reichsraths 20. Herrn Grafen Adam Horn, auf welcher mehrere Höfe, auch der Kaiserliche zu Wien,und darauf Venedig besucht wurden.
") Im Jahre t?ss.