Druckschrift 
2 (1887)
Entstehung
Seite
82
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So erhielt denn Eggers schon im Juni (785, nachdem er im Februar des Lahres zum Se-cretair der Königlichen Kommission zur Untersuchung der Verhältnisse Islands ernannt war, dieProfessur der politischen, ökonomischen und Tameral-Wissenschaften an der Universität zu Kopenhagen,wurde (737 daneben auch Assessor der Rentenkammer uud (788 noch überdies mit der Professur fürdas Staatsrecht betraut. Für seine Vorlesungen wurde ihm ein Zimmer im Königlichen Palais ein-geräumt, Es war ihm übrigens schon früher, kurz nach Beendigung seiner akademischen Studien,durch den Professor pütter ein Lehrstuhl an der Universität Göttingen angeboten; er schlug ihn jedochaus und der nachherige westfälische Staatsrath Or, Martens hat ihn dann eine Reihe von Iahrenbekleidet.

Hier werde noch erwähnt, daß außer den genannten Stellungen Eggers seit (736 Secretairund Directions-Mitglied bei der Kredit-Kasse, (787 Mitglied mehrerer Handels-Tommissionen, (788der Finmarkischen und Grönländischen, (739 der Färöischen, zugleich Secretair bei einer die Rechnungendes Seewesens betreffenden Kommission war. Schon (787 war er Mitglied der Isländischen Litteratur-Gesellschaft und später seit (795 auch der Königlich norwegischen Gesellschaft der Wissenschaften,

Da sich jedoch eine solche Berufsüberhäufung für die Dauer als undurchführbar erwies undEggers Neigung ihn immer entschiedener auf die Lausbahn des praktischen Staatsmannes hinwies, so wurdeer (789 von seinen akademischen Verpflichtungen dispensirt, jedoch so, daß er sie nach Belieben wiederübernehmen konnte. Gleichzeitig mit seiner Lehrthätigkeit hatte auch seine schriftstellerische Laufbahn,ganz im Geiste der Philantropie und Aufklärung, wie er von den französischen Encyklopädisten in dieganze gebildete Welt hinausströmte, begonnen und sich entwickelt.

Einer Gedächtnißrede auf Max. Iul. Leopold von Braunschweig, gehalten in der Versamm-lung der drei vereinigten Logen zu Kopenhagen und Flensburg (785, folgten rasch:Gemälde zuEhren der Menschheit", f. Heft undRousseau, der Jüngling" (785;Skizzen und Fragmente einerGeschichte der Menschheit in Rücksicht auf Aufklärung", (.Band (786 (spätere Fortsetzungen bis (805,in drei Theilen); sowie zwei wesentlich für Lehrzwecke bestimmte Schriften über dänische Staatskunstund dänische politische Schriften (786; fernerphysische und statistische Beschreibung von Island ausauthentischen (ZZuellen und den neuesten Nachrichten", (, Theil (786. Die Veranlassung zu der letztenSchrift war hauptsächlich eine Behauptung des Professors Busch, daß der heruntergekommene Zustanddieses Landes einer der bemerkenswerthesten Beweise einer falschen Handelspolitik sei. Dieser Satzschien ihm in so genauer Verbindung mit dem Interesse des Vaterlandes zu stehen, daß er beschloß,ihn aus den (ZZuellen zu untersuchen und seine Bemerkungen in einer ausführlichen Beschreibung desLandes zusammenzustellen. Schon (782, kurz nach Rückkehr von den Universitäten, arbeitete er andiesem Werke, dann (782, in welchem Jahre er durch Empfehlung vieler einsichtsvoller Männer, be-sonders des Tonferenzraths Erichffen, eines geborenen Isländers, eine königliche Unterstützung von200 Rth. zum Drucke desselben erhielt. Doch erst (736 konnte der erste Band erscheinen, da vieleandere Arbeiten die Vollendung verzögert hatten, «Line unmittelbare Folge dieser Arbeit war die obenerwähnte Ernennung zum Secretair der Isländischen Kommission gewesen. Diese Kommission ereichtedie im Jahre (736 verordnete Freilassung des Handels auf Island für alle Königlichen Unterthanen,nachdem derselbe seit 200 Iahren nur monopolisch betrieben worden war, ferner die Einrichtung vonHandelsstädten auf genannter Insel, Anordnungen, die sich nicht nur überaus nützlich für die Inselselbst bewährten, sondern auch ersprießlich für die Geconomie des ganzen Landes wurden, indem derFischfang von der Zeit ununterbrochen an (ZZuantität zunahm und dem Lande ansehnliche Geldsummenzuführte. Aehnliche commissarische Untersuchungen wurden später in den Iahren (733 und (790wegen des grönländischen und färöischen Handels angeordnet, und von Eggers nahm auch an dieser(Kommission Theil, wie oben erwähnt, wohl nur in Folge seiner früher bei der isländischen Angelegenheitso günstig aufgenommenen Arbeiten. Das Resultat dieser Untersuchungen bestand in verschiedenen,nicht unbedeutenden Ersparnissen, obgleich die nachher eintretenden Zeitumstände die Freilassung desHandels auf den Färöer nicht erlaubten, welche die Tommission sonst vorzuschlagen gedacht und diedurch mehrere erhebliche Verbesserungen eingeleitet wurde. In jene Zeit fällt auch die Abfassung