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2 (1887)
Entstehung
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den geistig so beanlagten Thristian schätzte und ihm, wie wir noch später erfuhren, ein treuer Freundund Berather blieb, Dort hatte Aggers das Glück, in dein würdigen Tonsistorialrath Jochims unddein trefflichen Nector und Magister Jäger väterliche Freunde und Lehrer zu finden.

Er lernte englisch, dänisch, Landmessung niid hatte obendrein beim (Organisten Unterricht inder Musik, Die Liebe zu seinen Lehrern war fast schwärmerisch und seine innige Dankbarkeit gegensie nahm er mit ins Grab, In Meldorf wurde er auch confirmirt.

Nachdem so eine letzte gründliche Vorbereitung stattgefunden hatte, bezog Thristian im Frühjahrs777> das Gymnasium zu Altona, Ivo er neben dem Schulunterrichte noch durch Privatlehrer gefördertwurde und bald in der Selecta Aufnahme fand. Seine Lehrer waren die Professoren Henrich Dusch,Lauge und Ehlers, und er genosz schon in Altona den Umgang des Letzteren, welchem er nachherwährend seiner ersten akademischen Jahre sehr viel zu verdanken hatte und der bis an seinen Tod seinwarmer Freund blieb. Die Ferien verlebte er meistens bei den Litern zu Glückstadt oder auf Sarl-husen, dem Gute des Daters,

So kam das Jahr s77<> heran, und er verließ im März Altona, um nun auf der UniversitätUiel Jurisprudenz zu studiren. Dort hörte er die Vorlesungen von Trendelenburg, kvinckler, Bröckel,Mayer, Mellmann, Thiers und wenngleich er auch mit ganzer Lust den akademischen Freuden sichhingab, so waren dabei seine Fortschritte in den kvissenschaften derartig, daß er schon am 28. Novbr.des Jahres dem Dater Mittheilung machen konnte von seiner ersten Disputation, In Uiel verblieber bis Anfang April j778 und begab sich dann, nachdem er die Ferien in Meldorf resp. Glückstadtverlebt, mit einem ausgezeichneten Zeugnisse der Universität Uiel versehen, nach Leipzig, wo er am2. Juli eintraf, seine Studien fortzusetzen. Auf der Reise dorthin traf er überall marschireude preußischeTruppen an und hatte selbst in Magdeburg und Zerbst ein Abenteuer zu bestehen, indem preußischekverber ihn verlocken wollten, In Leipzig*) hatte er das Glück, im Hotel mit sehr gewählter Gesell-schaft zusammen zu speisen, wo ihm Gelegenheit wurde, seine Uenntniß der französischen Sprache zuvervollkommnen, ein Umstand, der ihm später großen Gewinn brachte. Tin sehr heftiger Ruhranfallzwang ihn dann, seine Studien zu unterbrechen, und erst vom Uta! s77s> an finden wir ihn wiederganz hergestellt in seiner Thätigkeit, wo er des Unterrichts von platner, Sager, Schott, kvenck undMorus theilbaftig, sich zugleich mit seinen ersten schriftstellerischen versuchen beschäftigt, Er übersetztein französisches Buch cle In -nmnilnlite , dessen kvahl vielleicht hervorgerufen war durch eine Neigungzur Nichte der verstorbenen ersten Frau seines Daters, einem Fräulein Rrüger,**) welche Neigung aberdem gestrengen Dater gegenüber keinen Beifall, sondern nur ein ernstes verbot findet, Ts folgen nunlängere Torrespondenzen mit dem Dater über den Plan einer Abhandlung von dem Umfang derUenntnisse eines Staatsmannes, die Mittheilung ferner, daß eine frühere Abhandlung:Einfluß derNeligion auf den Staat" beifällig aufgenommen sei und eine Anfrage an den Vetter, TonferenzrathStemann zu Uopenhageu, ob ei» noch 2 Jahre dauernder Aufenthalt auf auswärtigen Universitätenseiner künftigen Tarriere schaden könne. Auf die verneinende Antwort Stemann's hin verbindet sichEggers mit einem Freunde von Sicherer ans dem Elsaß, um diesen nach Halle und Göttingen zuweiteren Studien zu begleiten,

Don März bis kveihnachten s78s hörte er Staatswissenschaften und Jurisprudenz in Halle,genoß den , Umgang resp, die Anleitung von Niemeyer, Forster, Sprengel und Eberhard, beschäftigtesich daneben mit Englisch, Französisch, Dänisch, Italienisch, Schwedisch und Holländisch, ja Russisch,und bearbeitete für Breitkopf'sGelehrten Anzeiger" die Artikel über die Litteratur dieser Länder,wofür er Bücher erhielt und so sich eine schöne Bibliothek sammelte. Er ist ganz den Wissenschaften

" Lr wohnte in der Grimmaischen Straße im Fürstenhaus bei», Prof. Trnesti für 7 Lonisd'or jährlich,- ) Benedicta Johanna Urinier igeln ^?SZ), u.ochter des Pastors Uriiaer zu Nendorfs, später vermäblt miteinem Dan,