Christian Nl'rich Detlev ?teiä>streilierr van Cggers (S, slfth vr, ????,, Kön, dänischerCo??fere??zrath, Äberpräsident der Stadt Kiel, Kommandeur vom Da??nebrog, lieber diesen hervor-ragenden Mann unserer Familie eristirei? eine Anzahl Lebensbeschreibungen in den Schriftstellerlericisund biographischen Sammelwerken,^) «Sine Skizze seines Lebens erschien in? ersten Bande der Familien-geschichte ans der Feder seines Cnkels Heinrich, des Ron, dän, Capitains auf St, Thomas, hie undda mit Zusätzen von mir. Sine andere Lebensbeschreibung veröffentlichte ich im Zahre f87f> in derZeitschrift der Gesellschaft für schleswig - Holstein - lauenburgische Geschichte, Bd, IX, S, sstC, welcheletztere mit Rücksicht auf den Raum allerlei Kürzungen erfahren mußte. Dieserhalb will ich versuchen,an vorliegender Stelle sein Leben noch einmal zu schildern, nachdem ich in der Lage war, durch Aus-züge aus Briefe?? und die Lectüre seiner Schriften die genannten Skizze?? zu ergänzen.
Der Vater Christian'-, hatte f7S^ als Ranzleirath die Herzog!, jAoenischen Dienste verlassen,um eine Königliche Anstellung zu nehmen und lebte während dieses Znterims zu Ztzehoe, Dort wurdeihn? an? ff, Mai f7ö3 von seiner zweiten Gattin, Benedicta Zohanna Katharina Schumann, verw,Dan der erste Sohl?, Christian Mrich Detlev gebore??.
Wenige Monate alt kam er mit denSltern nach Glückstadt, wo der Vater Präsident gewordenwar. Hier genoß er nebst seinen Brüdern von der früheste?? Zugend an eine sehr sorgfältige Sr-ziehnng und gute?? Privatunterricht, Schon als ein Knabe voi? fünf bis sechs Zähren zeichnete ersich durch seine Lernbegierde und Lust zun? Lesen besonders aus, vielleicht eine Folge seiner schwache??Constitution, den?? er hatte sei?? fünftes Zahr erreicht, bevor er gehen konnte. Bis zu diesen? Alterhatte eine ungewöhnliche Schwäche in den Beinen ihn so gelähmt, daß er nicht ohne fremde Hülfevon einer Stelle ii? der Stube zur andern gelangen konnte. Durch den Gebranch von Ameisenbädernerstarkte er jedoch nach und nach und gelangte zu einer solchen Festigkeit in den Beinen, daß er stetsund selbst bis zu seiner letzte?? Zeit wenigstens zehn Stunde?? täglich ai? seinen? Pulte stehend arbeitete.
von dieser Krankheitsperiode an ward er an das stille Lebe?? bei seiner Mutter und an dieBeschäftig?????? des Geistes, wozu sie ihn fleißig anhielt, gewöhnt und gewann dasselbe so lieb, daßauch, als er älter geworden, das stille Nachdenken über irgend eine Sache ihn viel mehr anzog, alsdie rauschenden Spiele seiner Brüder, deren Zerstreuungen ihn nur auf kurze Zeit zu fesseln ver-mochten.
Der sorgfältige Privatunterricht, den er ii? de??? väterlichen Hause durch geschickte Lehrer ge-noß, und die fast zu große Arbeitsamkeit, wozu er daselbst angehalten wurde, entsprachen völlig seinerNeigung, Unter seinen Lehrer?? erinnerte er sich oft mit vieler Dankbarkeit des würdige?? PastorsBurchhardi, des Conrectors Krako ai? der lateinischen Schule zu Lüneburg, des Rectors Borchert ander lateinische?? Schule zu Ztzehoe und des Kammerrath Schlegel, Secretairs bei de??? Königl, Commerz-Collegium zu Kopenhagen, von diese?? und anderen würdigen Männern wurde er bis zu seinemf6. Zahre ii? den Vorbereitungsgründe?? der Wissenschaften unterrichtet. Sei?? Fleiß entsprach ihre???Cifer, keil? ihn? aufgegebenes Pensum war ihm zu groß, er erübrigte doch immer einige Zeit zuseinen Lieblingsstudien, der Universal-Gcschichte und der Mathematik,
Besonders war ihm eine Lieblingsbeschäftigung, ii? seinen Crholungsstunden eigene Gedankenund Ansichten über irgend eine Sache, z, B, eine historische Begebenheit n. dgl, schriftlich aufzusetzen.Diese Aufsätze, von denen noch ein ziemlich starkes Collectaneen-Bnckp*) ans den? Zahre f770 vorhan-den ist, trage?? alle, wie unbedeutend und zuweilen sonderbar sie auch sind, doch immer das Geprägeeines helle?? Kopfes und offenen Herzens,
Neben dieser ausgesprochenen Neigung zu ernster wissenschaftlicher Beschäftigung hatte derKnabe, gewiß eine nennenswerthc Cigenthümlichkeit, einen unbezwinglichen Hang, sich de??? Kriegerstandezu widmen, und nur mit größter Mühe konnte ihn der Vater davon abbringen, indem er ihm vor-stellte, daß sein schon früh schwaches Gesicht bei der Laufbahn eines Soldatei? hinderlich sei?? würde.
Sieb?' auch allgeiu, Cueyklopädie der Wissenschaften und Künste von Ersch 6c Gruber,Zu? Besitz des Freiherr?? Heinrich von Eggcrs.