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vorläufig mußten wir die Nacht in Nemours bleiben, wir machten uns selbst Ouartier undwollten am andern Tage dann weitereSchritte unternehmen, Nemours trug die Spuren des Krieges,überall Stroh auf den Straßen, befangene in der Kirche, unter ihnen dunkle Söhne Afrikas, zu derenBewachung 2 Tompagnien des s2, Grenadier - Regiments im Orte waren. Am folgenden Morgen,den f. Deoember, es war ein Donnerstag, begab ich mich sogleich zum Etappen - Bureau, nachdemich mich in meine Stiefel hineingezwängt und den Pantoffel ins Feuer geworfen hatte. >var ich dochvon der ganzen Gesellschaft, die „ohne Führer, Freund, Geleite" dastand, gewiß der jüngste, aber dochderjenige, welcher die größte Sehnsucht nach seiner Truppe hatte und froh war, wieder gestiefelt alsSoldat auftreten zu können. Unter meinen Schicksalsgenossen waren gewiß manche Drücker und er-innere ich mich noch eines wahrhaft herkulischen Musketiers, Peld mit Namen, der nicht allein diesmalunter der Schaar der Kranken sich befand, sondern, vor wenig kvochen erst vom Ersatzbataillon an-gekommen, im weiteren verlaufe des Krieges jedesmal an einem Leiden verschwand, sobald die Kugelnpfiffen, Ulan sagt nicht mit Unrecht, nur in einem gesunden Körper wohne eine gesunde Seele,Dieser Prachtkerl an Torpus war seelisch ein kvurm.
Auf der Etappe versprach man mir zu Mittag 2 kvageu nach Souppes, Zch benutzte dieZeit bis dahin, ein Bad zu nehmen, neues Unterzeug zu kaufen und fühlte mich nach diesen Ereig-nissen so wohl, daß ich die Stiche im Fuß, die sich wieder im Stiefel nach einigen Stunden meldeten,kaum bemerkte, Zch habe auch den Fuß von diesem Tage an nicht weiter beachtet, er kam in Ord-nung, wenn auch mit durch den Umstand, daß wir noch drei Tage kutschirten. Mittags um 2 Uhrbestiegen wir unsere Ivageu und fort ging es nach Souppes, der Kutscher, betruuken wie er war,fuhr wie toll. Leider faudeu wir Niemand der Unserigen uud rathlos, wie wir wareu, dazu beiunserer geringen Anzahl von ca, 2V—2ö Mann, kehrten wir nach Nemours zurück.
Meine versuche, am 2, Deoember Auskunft über die Stellung unserer peerestheile zu erhalten,schlugen fehl, bis die pülfe in Gestalt von Ersatztruppen nahte, die von Darmstadt gekommen, auchvon Nemours aus ihre Truppentheile suchten. Mit ihnen marschirten wir nach puiseaur und wurdenvon dort nach Beaumont gewiesen. Es war sehr kalt und froh war ich, in Beanmont einige meinerLeute, die wirklich krank, au das Lazareth abgeben zu können. Der dortige Etappen - Tommandeur,Oberst Tordemannp) wieß uns Ouartier an und war im Staude, nur für die nächsten Tage meineMarschroute vorzuschreiben.
Km Beaumout wird viel kveinbau betrieben, denn in jedem Dause waren ungewöhnlich großeKeller mit langen Reihen von Fässern, Der Ort machte einen sehr wohlhabenden Eindruck und dieOuartiere waren gut. Mit Marschdirection versehen, daneben neu gestärkt durch Schlaf uud Speise,setzten wir unsere Umänderung am nächsten Tage fort nach pithiviers. Nach kurzer Rast von dortnach Thilleurs aux bois, von Thilleurs nach Neuville aur bois. Km schneller vorwärts zu kommen,hatte ich UMagen reguirirt, die ich erst entließ, als ich meinen Truppentheil erreichte, kvir berührtenauf unserer Straße überall große Bivouaksplätze, trafen auf gefallene Pferde und todte Franzosen.Zch habe keinen einzigen der Knsern gefunden. Wir waren eben in dem Terrain, welches die Truppenauf ihrem Marsche nach Orleans durchzogen hatten, auch waren die Kämpfe vor, bei und nachBeaune la Rolande :o, durch jene Gegenden gegangen,
Zu Neuville langten wir Abends an, den ch Deoember, nachdem Abends vorher Theile derstp, Brigade den versuch gemacht hatten, den auf pithiviers zurückgehenden Franzosen das Städtchenzu entreißen. Der Ort ist hübsch, hat ein großes städtisches köospital, welches natürlich aus denKämpfen der verflosseneu Tage reichlich belegt war. Endlich am folgenden Tage trafen wir in Artenavunser Bataillon, das an den Kämpfen bei und vor Orleans geringen Antheil gehabt hatte. KnsereFreude war groß. Der Soldat im Felde ist am besten aufgehoben bei seiner Truppe, Kranke, beson-
") z»6ö Generalstabschef der kamwverschen Armee.