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Wir erhielten ausgezeichnete Verpflegung und so gute Veiten, daß sowohl ich als ein KameradAbends beim Zubettegehn a tempo sagten: „Ts ist doch zu Schade, diese schönen frisch überzogenenBetten." So wenig verwöhnt waren wir damals schon und doch sollte es noch besser kommen. AuchLserr Descares politisirte mit mir und pflegte größere Auseinandersetzungen mit den Worten zuschließen: »blupoleon et Lismarclc scmt driAant5.«
Am sä. November mußten wir unsere schönen Bette», unsere ebenso schöne als liebenswürdigeWirthin verlassen und dem Füsilier - Bataillon Platz machen. Der Tausch war schlecht. Wir kamennach Marnay, einein elenden Dörfchen auf steinigem Boden, wo, als bester Beweis der Armutb, derWein ganz aufhörte. Wir hatten das Platean von Langres in seiner ganzen Tigenthümlichkeit, herr-liche romantische Gegend, Berg und Thal in steter Abwechslung, aber steinig und unfruchtbar, voruns. Bevor die Tompagnie in die Ouartiere entlassen wnrde, wurde uns mitgetheilt, daß die ö. Tom-pagnie Feuer bekommen habe, daß die Gegend um Langres ganz von Franctireurs besetzt sei und daßdaher starke Wachen und Patrouillen bevorständen. Nachts hatte ich gleich das Vergnügen, aufWache zu kommen. Ts war eine eisigkalte Nacht, zumal unser Wachtlokal, ein verlassener Kuhstall,auf einer Lsöhe vor dem Dorfe lag, wo der Wind nach Kräften sich bemerkbar machte. Durch reich-lichen Genuß von Spirituosen machten wir uns diese Nacht erträglich. Gegen Morgen abgelöst, mußteich, da die Tompagnie durch Wacheu und Patrouillen sehr geschwächt war, überhaupt wohl nur fällbis 2vt) Gewehre zählte, zum Befehlsempfang nach Foulain, wo der Regimentsstab lag. Auf einerKarre, mit einem Pferde bespannt, rollten wir auf der Landstraße dahin und langten an unsermBestimmungsorte Nachmittags an. Dort lauerten wir die ganze Nacht, legten uns von Zeit zu Zeitauf die Fliesen, bis uns zu kalt wurde, bis Morgens endlich uns der Befehl dictirt wnrde und wirnun nach zwei schlaflosen Nächten auf unserm Gefährt nach Marnay zurückkehrten. Kaum ange-kommen ssö. November) rückten wir schon um Uhr aus, nachdem vorher geladen war, und um5 Uhr Nachmittags stießen wir hinter Thanoy*) auf den Feind. Wir waren unausgesetzt marschirt,die Kreuz und quer, durch Wald und über Ackerland, um die Gegend nach Franctireurs zu durch-suchen, bis wir endlich dieselben trafen. Wir schwärmten zu beiden Seiten der Straße aus undschössen uns tüchtig mit ihnen herum, doch ohne bei der großen Toupirtheit des Terrains uns erheb-lichen Schaden zuzufügen. Der Feind, einsehend, daß wir Trust machten, zog denn auch bald ab und,begünstigt von der hereinbrechenden Dunkelheit, gedeckt durch das Terrain, entkamen die meisten nachLangres, nachdem sie zuvor Toruister, Gewehre, victualien, z. B. Töpfe mit Schmalz, von sich ge-worfen hatten. Unsere Feinde waren fast sämmtlich in Tivil gekleidet und führten Minie-Gewehre.So verlief mein erster Gefechtstag, der trotz der großen Anstrengung der letzten 24 stunden meinbesonderes Znteresse angeregt hatte. Nach kurzer Beobachtung auf de» hsöhen um die Festung kehrtenwir 3 Uhr Abends zurück und bezogen (Quartier in dem ärmlichen Thanoy.
Am andern Tage, den s<Z. November, wiederholte sich das Manöver. Gegen Uhr Morgenserstiegen wir wiederum die vor Thanoy liegenden Lsöhen und trafen nach einer Stunde anstrengendenMarsches den Feind, der diesmal in größerer Zahl und mit anscheinend mehr Tntschlossenheit sich unsentgegenstellte, doch nach kurzem Feuergefecht es vorzog, die sichern Thore der Festung zu gewinnen.Wir folgten, bis einige Granaten oder Shrapnels aus der Festung uns vom weitern Vordringen ab-hielten. Nachmittags Uhr rückten wir in das alte Ouartier ein, sahen verschiedene wie Banditenausstaffirte Franctireurs, welche von der 6. Tompagnie gefangen waren, und brachen, ohne abgekochtzu haben, nach Lannes auf, wo ich Abends in der Schule die Wache bezog, vom f7. bis fs). d. M.blieben wir in dem kleinen Orte und erholten uns von den Anstrengungen der letzten Tage. Zch lagim (Quartier bei armen, aber sehr freundlichen Leuten, dem Arbeiter Pierre Bachalard, welcher uns seineigenes Bette einräumte. Unsere Ruhe wurde nur unterbrochen durch eine größere Requisition unterdem Lieutenant Friedrichs, von der wir aus Tume neben Ochsen, Bier und Brod, sogar Apfelkuchenmit heimbrachten.
Cbarnwy, Lbanoy, Thameroi?