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grenzende» Länder beschäftigten, die mehr oder weniger jedes selbstständige Reich zwangen, sich an denkriegerischen Lreiguissen zu betheiligen, fand der junge Arieger Gelegenheit, zu lernen, zu sehen undsich auszuzeichnen, zumal für die Offiziere damaliger Zeit ein militairisches IVanderleben, das nur zuoft noch an die alten Söldnerverhältnisse erinnert, gebräuchlich war. So ging auch Gagers aus Ver-anlassung seines Stiefvaters im Jahre s727 zu einem französischen Truppencorps, das in dem Deltazwischen Maas und Sambre im Lager stand unter den? Tommando eines Prinzen Tingry, wie ihndie mir vorliegenden alten Familienpapiere nennen, eine Persönlichkeit, welche ich in den mir zu Ge-bote stehenden einschlägigen Merken nicht habe finden können. Diesem Aufenthalt schloß sich s728 eineReise durch Frankreich, Brabant und die Niederlande an und Gggers kehrte nach Schweden zurück,um uun, nach verschiedenfach genossener Ausbildung, eine feste Anstellung zu übernehmen. Gr wurdezum Tonducteur in der Festung Friedrichsburg ernannt, mit welcher Charge ein Rang über alle Fälm-riche der Feldregimenter verbnnden war und so erfolgte bald darauf im Jahre f7ös seine Beförde-rnng zum Offizier, unter gleichzeitiger Grnennung als Adjutant bei der Fortifikation,
Zwei Jahre später hatte er das Schicksal, seinen Stiefvater durch den Tod zu verlieren, einTrauerfall, der ihn noch im Beginn seiner Tarriere hätte doppelt schwer getroffen, wenn nicht höbernOrts bereits die Fähigkeiten des jungen Mannes erkannt wären und gerechte Mürdigung gefundenhätten,
Ludwig XIV. war am s, September s7 hö gestorben und ihm der schwache Ludwig XV, gefolgt,der schon im frühen Jünglingsalter mit Maria Leszczynska sich vermählt hatte, deren Vater nach seinerVerbannung in dürftigen Verhältnissen in Frankreich lebte. Französischen Intrigue«? gelang es, dem-selben abermals als König von Polen Anerkennung zu verschaffen. Mit empörendem Nebermutheerfolgte die Kriegserklärung an Oesterreich, weil dieses mitgewirkt habe, „den Schwiegervater KönigsLudwig XV. aus Marschau zu vertreiben". Diesen Bestrebungen gegenüber hatten Oesterreich, Ruß-land und Sachsen mit aller Kraft die Grwählung des sächsischen Kurfürsten Friedrich August zumKönig von Polen erstrebt und durchgesetzt.
In? Vertrauen auf französische Hülse hatte sich Stanislaus Leszczynski in die Mitte seiner An-hänger begeben, doch außer Stande, der von russischen Heeren unterstützten Gegenpartei erfolgreichwiderstehen zu können, sich nach Danzig geworfen, wo er nicht nur an der Bürgerschaft und an derfesten günstig gelegenen Stadt einen gesicherte«? Rückhalt fand, sondern auch der französischen Hülfe,welche mit Schiffe«? nach den? nördlichen Kriegsschauplatze gesandt wurde, näher war.
Auch König Friedrich von Schwede«?, der sich zwar mit Truppen an den? Kriege nicht be-theiligte, hatte einigen Offizieren gestattet, unter Führung des General-Lieutenants Stenflycht sich zun?König Stanislaus zu begeben und ihre Dienste ihn? anzubieten, die Letzterer mit Freuden annahm.
Auch Lggers war unter ihnen und erhielt auf Gmpfehlung seines Generals hin eine Tom-pagnie im Leibdragoner-Regimente des Königs, Vor Allem jedoch machte er sich während der Be-lagerung durch seine Unterstützung der französischen Ingenieurs, seine vorzügliche Brauchbarkeit alsGenieoffizier und seine ruhige Besonnenheit bei Vertheidigung des Platzes bekannt.
Seine genaue Kenntniß der französische«? und russische«? Sprache war neben den? größten Zu-traue«?, das mau i«? ihn setzte, der Grund, ihn? die Uebersetzung der aufgefangene«? Briefe und Berichtedes Feindes zu übertragen.
Doch weder die eigne«? Kriegsmannschaften des Königs, noch die wenigen französischen Hülfs-truppen wäre«? de«? russische«? Heere«? gewachsei?, mit denen der Feldmarschall Münnich vor die Mauernder Seefestung rückte. Nach einige«? Gefechte«? sah sich Stanislaus zun? Abzug genöthigt und floh i«?Bauerntracht nach Königsberg, von dort »ach Frankreich, Die französischen Gruppen wurden inKriegsgefangenschaft geführt, die Stadt zur Grgebung gezwungen und für ihre a.reue schwer gezüchtigtim Juni f7ZH.
Die schwedische«? Ofsiciere kehrte«? in die Heimath zurück, uur Gggers erhielt de«? Befehl vo«?Seite«? seines Königs, nach Hessen-Kassel sich zu begebe», um dort die Festungswerke vo«? Rheinfels zubesichtige«? und die fehlerhafte«? Stelle«? i» kriegsbrauchbaren Stand zu setzen. Diese Feste nämlich,