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ihn König Angnst dcr Dritte mit dem bcsondcrn Vertrauen, ihm die Heyden Prinzen Xavicr*)und Carl**) zum Unterricht in allen Kncgcswisscnschaften zn übergehen. Er fand hicbcy Gelegen-heit, seine seltnen Natnrgabcn und seine durch Ucbnng und Erfahrung so sehr ausgebildetenKenntnisse zum wahren Dienste dcS Staates anzuwenden! er bezeigte in dieser neuen Laufbahnseiner Beschäftigungen einen solchen Eifer und wählte eine so lebhafte und angenehme Lchrait,daß er nicht nur die besondere Zuneigung bcydcr Königl. Hoheiten erlangte, sondern auch vonDeren Herrn Vater cincö unterscheidenden Beyfalls gcwnrdigct, und im Jahre 1749 dcn3l.Dc-ccmber mit der Ehrcnstcllc eine? Obersten bcy dem Ingenieur-Corps nebst einem ansehnlichenGehalte belohnet wurde- Das Jahr vorher war er von des Königs von Schweden Majestätmit dem kleinen Krentze des eben damals erneuerten SchwcrdordenS beehret worden, und unge-achtet er ausser seinem Vaterlande lebte, so blieb sein Andenken daselbst doch unvergeßlich, erwurde bis an seinen Tod von den Königen von Schweden vorzüglicher Gnadcnbczcngnngcn gc-würdigct, und lebte daselbst in denen um das Reich erworbenen Verdiensten. König Friedrichernannte ihn noch kurz vor seinem Ableben 1751 zum Chef von dcr Feldbrigade: in selbigemersten Rcgiernngs Jahre des Hochscel. Königes Adolph Friedrich wurde er in des schwedischenReichs Ritter- und Adelsstand Phöben: 1752 den 28. Januar bekam er das Patent als Oberst-leutnant bey der Fortification, und 1753 den 8. Januar wurde er zum Gcncral-Qnarticrmcister-Leutnant bcy der FortificationS-Brigade in Stockholm ernannt, wie er denn auch l755 den2. Jnnii zum Obersten bey der Fortification in Stralsund erkläret wurde. Alle diese Erhebungenhat dcr jetzo Glorwürdigst regierende König Gustav dcr Dritte noch kurz vor dem Ableben desHerrn von EggcrS mit neuen Gnndcnmcrkmahlcn bekrönet, und durch Seine huldreiche Gesinnun-gen den Verdiensten diese? grossen ManncS das Siegel anfgedrnckct.
Europa genoß nach dem Aachner Frieden eine Zeitlang einer allseitigen Ruhe: als aberdurch die zwistigc Auslegung des Utrcchtcr Friedens nicht nur die Kronen Frankreich und Groß-brittannicn mit einander entzwcyct wurden, sondern auch bald hernach die Hänser Oesterreichund Chnr-Brandcnbnrg in einen neuen Krieg gcrichtcn, so wurde dcr sächsische Hof in denselbenmit verwickelt, und unser Herr von Eggers ward dabey nicht nur in seiner bisherigen Ruhe gc-störet, sondern er bekam auch andre Bestimmungen seines Aufenthalts. Als in dem Jahre 1756die bey Pirna zusammengezogenen sächsischen Regimenter vermöge der Capitulation vom 15. Oc-tober in prcnssischc Kriegsgefangenschaft gericthcn, wegen der Festung Königsstein aber ein be-sonderer NcntralitätS-Vcrgleich errichtet wurde, so ward er kurz vor dcr Abreise Königs August III.nach Polen, zum Vice-Commendantcn gedachter Festung ernennet, welchen Posten er solange mitRuhm und Diensteifer bekleidete, bis er im Jahre 1758 durch einen anderweitigen Ruf nachPolnisch-Prcnsscn zn gehen bestimmet wurde. Denn da die Stadt Danzig in dem immer mehrum sich rcisscndcn Kriege ihrer Sicherheit halber eines erfahrnen und geschickten Commcndanrcn
6) Tamr Franz August, königl. Prinz von Palm und Litthauen, Prinz von Sachsen, Administratordes KurfürstcntbumS Sachsen, geboren den 26. August 1730, zweiter Sohn deS Kurfürsten von Sachsen undKönig? von Polen, August III., starb zu Dresden nach einem kriegerisch bewegten, achtbaren Leben den 20.Juni 1806.
Kart, Prinz von Sachsen, 1758 Herzog von Kurland, dankte ab 176S.
Wappen: Schild in Gold und Blau schräglinkS gcihcilt, vorn in Gold eine größere, Hinte» in Blan2 kleinere silberne Kugeln. Auf dem Helm ein dreistöckiger verjüngter Thurm, darauf wachsend ein silbernergekrönter Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Die Helmdcckcn sind von Gold und Blau. Siehe 8vca ilko» m>I-«lei'sleapü ocll adols vaponbolr. r7t^ltVon >1 I>cxd XXX. 8taelelioln> I8N0 dol. I!!<l(l<ns »I'b adolsmäm.rad. 06. Xm l883 von Lxxol-S f. Mitgetheilt durch Herrn Archivrath t>>'. Wiggers zu Schwerin.