Druckschrift 
1 (1879)
Entstehung
Seite
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„Auf dcm Schilde ruhet ein frei offener, rechts gekehrter, blau angelaufener, roth ge-fütterter, mit umhabenden goldenem Kleinode und zur Rechten mit Gold nnd Schwarz, zurLinken aber mit Silber und Blau, vermischt herabhängenden, Decken verzierter, adeliger, gold-gckröntcr Tnrniershclm, worauf ein wachsender schwarzer Löwe mit vorgeschlagener rother Zungezwischen zweien, mit der Mündung auswärts gekehrten silbernen Büffclshörncrn erscheinet." :c. :c.Die Nachkommen führen allgemein als Schildhalter zwei schwarze Greifen, *)

Hinrich Friedrich von EggcrS wurde am I.Januar 1793 bei der Taufe der PrinzessinMaria Lnisc'^) von Dänemark „Großkrcuz des Ordens vom Danebrog" .5'^)

Im Jahre 1795 wurde er zum Administrator der Grafschaft Rantzau, zum Intendantender Herrschaft Herzhorn, der Vogtcien Sommerland und Grönland, ernannt. Nachdem er ineiner Reihe von einigen dreißig Jahren dcm Staate auf ausgezeichnete Weise gedient hatte,erbat er sich diesen ruhigen Posten als die letzte Station seiner irdischen Laufbahn und verbliebin dieser Stellung, wohnend auf dem alten Schlosse zu Rantzaus) bei Barmstedt, bis zuseinem Tode, welcher ruhig nach kurzem Unwohlsein durch ein schnell zurücktretendes Podagraam 27. August 1798 erfolgte. In den letzten Jahren seines Lebens muß es auch gewesen sein(1795—1797), daß von Eggers von Glückstadt oder Rantzau ans den späteren Generalsnper-intendcntcn zu Celle, Johann Konrad Eggcrs, zu Ratzebnrg besuchte, mit ihm über die Ver-wandtschaft sprach und ihm erzählte, daß sein Sohn Heinrich Peter dänischer Postmeister sei undseine Tochter in Kopenhagen wohne.

Fünf Söhne zogen prachtig ans jenem alten HauS,

nm Ruhm und Ehre zn werben wohl in die Welt hinaus!

Sie haben Ehren erworben, sie waren hoch gelehrt,

drum hat auch den eine» von ihnen auf's Neue der Kaiser geehrt!

Er gab ihm die Frciherrnkrone auf seinen adligen Schild,

er gab ihm die Lilie im rothen, die Egge im silbernen Bild.

Die Egge im Wappenschilde sie deutet den Namen an,

den Namen mit dein sie schritten zu Ruhm und Ehren hinan!

Doch haben die neuen Felder auch einen neuen Sinn,

es stehen von Oestreich und Preußen, die Farben von Dänemark drin!

Für diese Lande lebte der Ahnherr weise und wahr,'s)

drum stellen auch ihre Farben in seinem Schilde sich dar!

Zwei schwarze Greifen Halle» beim Schilde treue Wacht,

sie schützen und sie nehmen das Wappen wohl in Acht!

PI Der Wahlspruch Christians Freiherr» von Eggcrs war - vitaru iinvoiulero vor» -!

»') Die Sitte, Schildhalter zu führen, kommt erst seit dcm 14. Jahrhundert häufig vor. Sie ist nichtan einen bestimmten Rang gebunden, sondern jeder Wappenherr kann sei» Wappen nach Belieben mit Schild-haltern auszieren, von Sacken, Katechismus der Heraldik. 228. 2SS.

65) Tochter Königs Friedrich VI. und der Sophia Friederike von Hessen-Kassel, vermählt an den PrinzenFerdinand von Dänemark.

655) Die frühere Bezeichnung war „Ritter des weißen Bandes vom Danebrog". Es ist Gebrauch inDänemark, daß die Wappen der Grvßkreuze vom Danebrog und der Ritter vom Elefantenorden in der Kirche desSchlosses Frederiksborg (unweit Kopenhagen) aufgehängt werden.

1) Als der Graf Wilhelm Adolf von Rantzau seinen Bruder Christian Detlef 1721 hatte ermordenlassen, nahm der König von Dänemark ungeachtet des kaiserlichen Verbots Besitz von der Grasschaft, indem erden Mörder lebenslänglich im Schlosse AggcrhuuS gefangen hielt. In des Königs Namen administrirten ange-sehene dänische Beamte die Grasschaft. Siehe „Rauert, die Grafschaft Rantzau".