Druckschrift 
1 (1879)
Entstehung
Seite
115
Einzelbild herunterladen
 

115

Johann Georg starb nnvevmählt als Königlich dänischer Kanzlei-Asscssoe zu Sege--borg in einein Alter von 65 Jahren am 5. November 1777. Dort wurde er begraben am10. November.

Hinrich Friedrich von Gggers,*) geb. zn Meldorf den 31. Mai l722, daselfte Kind seiner Eltern, ist der Stammvater der noch blühenden^) adligen Linie unseres-Hauses. Die Notizen über sein Leben sind „dem Schriftsteller-Lexicon von Kordes" entnommenund lauten: „Hinrich Friedrich Eggcrs stndirtc von 1741 bis 1745 zn Jena*^) und übte sich,.Di. plnl, seit 1745, zuerst bei seinem Bruder Christian Siegfried, dem Landvogt von Snder-Dithmarschen, in praktischen juristischen Arbeiten. Seit 1746 finden wir ihn als Lehrcrch) undErzieher bei dem 1745 gestifteten (lolleFnim (mrolinum zn Brannschwcig angestellt, bis er1749 in die Dienste des Herzogs Friedrich Karl von Schlcswig-Holstcin-Plocn trat, in welcherStellung er als Kanzleirath und Amtsverwaltcr zu Ncinfcld verschiedene Jahre alle obrigkeit-lichen und Kamcralgcschäfte eines Ober- und einzigen Beamten verwaltete. Dies Amt ver-wechselte er 1752 mit einer Nathsstcllc in der Herzoglichen Kanzlei und Kammer zu Plocn.l'ch)Bon derselben nahm er seine Entlassung 1754, suchte nunmehr königliche Dienste und privatisirtedesfalls verschiedene Jahre in Itzehoe, bis er 1758 die Anstellung als Königlicher Kanzlei- undNegicrnngsrath zn Glnckstadt erhielt und bald nachher die Stadtpräsidcntnr bekam, welche er1775 wegen seines Aufrückend zu einer Hähern NathSgagc niederlegen muhte. Zum Jnstizrathbefördert, wurde er 1774stch-s) EtatSrath und 1781 Confcrcnzrath. Als solchen ernannte ihn derKönig 1783 zum Vicckanzlcr der Landesregierung i» den Herzogthnmcrn Schleswig-Holstein, zumLandkanzlcr bei dem adligen Landgerichte zn Gluckstadt." Am 3. Januar 1799 erhob ihn derKaiser Joseph II. in den erblichen Adelstand, und lauten die bezüglichen Worte in dem Adcls-briefest1"j"h) wie folgt:

„Wenn uns von nnserm und des Reiches lieben Getreuen Hinrich Friedrich Eggers-allernntcrthänigst vorgetragen worden, wesmahen bereits seine Voreltern in dem HcrzogthnmHolstein angesehene Acmtcr mit Ruhm bekleidet, er selbst aber über 39 Jahre in den holsteinischenLandcs-CollcgiiS dem Staate gedient habe, dermalen aber die ehrenvolle Stelle eines Bicckanzlersbei der holsteinischen Landesregierung zn Glückstadt verwalte und dem holsteinischen adlige» Land-gerichte als Landkanzlcr vorstehe; danncn hero Uns derselbe zur wcitcrn Beförderung seines undseiner fünf Söhne Glück, welche zum Theil schon aus der Laufbahn ansehnlicher Acmter sich be-funden, allernntcrthänigst gebeten, Wir ihn, sammt seiner ehelciblichcn Nachkommenschaft in desheiligen römischen Reiches Adelstand Allergnädigst zn erheben geruhten, welche Allerhöchste Gnade

") Ein Oelgemcilde ist im Besitz des Majors van Eggers zu Glnckstadt.

5-) Die Genealogie, fortgeführt bis auf unsere Zeit, ist aufgenommen im I V. Jahrgang des „Genealo-gischen Taschenbuchs der Ritter- und Adels-Geschlechter". Brünn, Verlags.Buchhandlung von Buschnk>d Jrrgang.

Mehrere seiner Disputationen und Schriften aus jeuer Zeit finden sich verzeichnet in der lüoxragdw

universelle.

1) I. I. Eschenburg bemerkt von ihm im Entwurf einer Geschichte deS Collegii Carolin! zu Braun-schweig (Berlin und Stettin, 1812, 8) Seite öS: „Eggcrs (H. F.) war gleich zn Anfang einer der öffentlichenHofmeister, von dem einige Aufsätze in den Acten vorkommen". Er kannte ihn also nicht genauer und übersahdie Arkikel in „Meusels, Lexicon III, 30" und „Kordes, St-SS".

ff) Der Verfasser der vorliegenden Schrift fand mehrfach bei Bearbeitung seines „Schloß und StadtPloen." Kiel 1877 die Unterschrift H. F. Eggers in den alten Schloßacte».

fff) In demselben Jahre kaufte H. Fr. Eggers das adlige Gut Sarlhusen, nordöstlich von Kcllinghusen,für 24,000 Rthlr. Er verkaufte es für 37,000 Nthlr. an den Kainmerjunkcr von Bnchwaldt im Jahre wv/.ffff) Das Diplom ist augenblicklich im Besitze der Frau H. A. Krag, geb. von Eggers, zn Oerboek auf Fühnen.