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Nicolaus Christophs) dcr ältcstc Sohn des Gcncralsnpcrintcndenten Johann KonradEggcrs, wurde am 10. Januar 1781 zu Gifhorn geboren. Streng erzogen, erhielt er den größten Theilseines Unterrichts von seinem Vater, nur die letzten Jahre vor seinem Abgänge zur Universität wurdefür ihn dcr cancl. tlleol. Drüsecke, später Bischof in Magdeburg, gehalten, eine Persönlichkeit, die sichsehr bewährte und im späteren Leben als Redner, Gelehrter und Thcolog auszeichnete. 17 Jahr altbezog Eggers die Universität Göttingen und widmete sich dem Studium der Theologie. 'Nach voll-endeten Studienjahren fungirte er zuerst als Lehrer an der Hoftöchtcrschnlc zu Hannover und wurdedann Collaborator am dortigen Lycenm,^) wo er unter andern Schülern auch den verstorbenenDirector dcr polytechnischen Schule G. W. Glnndcr zu den Scinigcn zählte. Am 19. Sonntage nachTrinitatis 1810 wurde er als Prediger bei der Ncucnhänser Gemeinde zu Celle eingeführt, inwelcher Stelle er bis 1824 verblieb. Er hätte also das seltene Glück, während dieser Zeit demschon alternden Vater nahe sein zu können, und die letzten 4 Lebensjahre jenes edlen Mannesdurch gemeinschaftliche Interessen vereint mit ihm zn durchleben. Von Celle ans wurde er nachBleckede als Superintendent versetzt, erhielt also ein Pfarramt, welches schon einmal von einemMitgliedc unserer Familie verwaltet wurde. Er wurde am 15. Februar 1824 dort eingeführtvom Konsistorialrath Hoppenstedt zu Celle. Dort vermählte er sich am 16. Mai mit FriederikeWilhelmine Carstens, der ältesten Tochter des Bürgermeisters zn Celle Georg Friedrich Carstensund der Sophia Wilhelmine geborenen Eggeling, mit welcher er seit dem 15. Octobcr 1823 ver-lobt war. Die Gattin ist geboren am 16. April 1795. Im Juli 1839 wurde NicolauS Christophals Probst und Primariatpsarrer nach Lüchow berufen, wo er bis zn seinem Tode am 25. Sep-tember 1857, in einem Alter von 77 Jahren, verblieb. Die Jnspection zn Lüchow, 13 Pfarr-stellen und 50 Schulen, hat in dem Verewigten einen treuen, thätigcn, unermüdlichen Probstgehabt. Die gewaltige, ihn manchmal fast erdrückende Arbeitslast, indem alle Berichte an dasConsistorinm eigenhändig von ihm verfaßt wurden, war selbst bei seiner Pflichttreue fast zu viel.Den Bitten und Vorstellungen seiner Gemahlin, welche ihn bei seinen vielen schriftlichen ArbeitenJahre lang unterstützt hatte, gelang es endlich, ihn zu bewegen, sich einen Adjnncten zuzulegen.Vier Jahre noch wurde ihm dadurch Erleichterung. Kräftig und geistesfrisch wurde er nach nurwenigen Wochen Kranksein durch einen Lnngcnschlag seinem Amte und seiner Bernssthätigkeitentrissen. Ohne Kampf, ruhig und bei voller Besinnung entschlief er. Ihm folgte der Ruf einesEhrenmannes und würdevollen Vorgesetzten in'S Grab. Sein biederer rechtschaffener Sinn, seineCharactcrfcstigkeit hatten ihm schon früh und überall Achtung und Liebe verschafft. So sprach erganz besonders gern von seinem academischen Leben. Von Jugend auf einfach erzogen und nichtverweichlicht, hatte er als Student nur einen Anzug gehabt, gelblcdernes Beinkleid, Kanonen-stiefel und grünen Frack mit gelben Knöpfen. Ein ausdauernder Fußgänger, ein großer Freunddes Reitens, guter Schlittschuhläufer und Schläger, liebte er jede Hebung und Beschäftigung,die Manneskraft erforderte, Eigenschaften, die er bis in sein hohes Alter sich bewahrte. Seinetadellose Gesundheit, sein kräftiger Körper, den er sich auch bis in's späte Lebensalter bewahrthatte, konnten jeglichen Widerwärtigkeiten Trotz bieten und wurden von ihm geübt und gestähltbis zu seinem Ende. Ein Mann daher voll Muth und Kraft, Erzfeind jeglichem weibischenSinnen und Trachten, pflegte er oft, wenn etwas ihn erregte, in die Worte auszubrechen: „ichmöchte mit dem Schwerte drein schlagen". Somit war er auch in seinem Berufe fern der
Ein sehr ähnliches Oelgemälde desselben ist im Besitze der Wittwe zu Schwerin.
Als im Jahre 1848 das Lhceum die Feier seines 100jährigen Bestehens beging, war Eggers hiezueingeladen und machte als ältester der noch lebenden Lehrer hochgeehrt das Fest mit.