zu können, gedenkt mit inniger Bewunderung noch jetzt eines Auftritts am Ostcrmorgen desJahres 1813 nach dem Einzüge der Nüssen, wo der schon wankende Greis mit dem vollenFeuer jugendlicher Kraft von heiliger Stätte herab, den Trinmpf der rechtmäßigen Herrschaftüber des Zwinghcrrn Gewalt verkündete und in der Mitte seiner für seine persönliche Sicherheitzitternden Gemeinde, weit erhaben über Furcht und Zweifel, im heiteren Lichte der Wahrheitdastand. So treu war dieser heldenmüthigc Mann sich selbst, daß er um keinen Preis der Weltgeschwiegen hätte, wo ein innerer heiliger Beruf ihm laut und unverhohlen zu reden gebot.Einen solchen Ruhm hat er seinen Kindern hinterlassen, Vermögen nicht!" Schwarz.
Eine kurze Biographie des Verewigten finden wir, sowie ein Verzeichnis; der von ihmverfaßten Schriften, in Notermnnds „Gelehrtem Hannover".
Von letzter» sind zu nennen:
1) Die Lehren des Christenthnms für den jugendlichen Unterricht mit Anwendung deshannoverschen Landes-KatcchiSmus. 18l4. Hannover bciHelwing. Vier Auflagen folgten sichschnell; in der Vorrede der letzten offenbart sich herrlich ein von Religion und Vaterlandsliebeglühendes Gemüth.
2) lieber den moralischen Werth der Theorien vom Zwecke Jesu. 1794. Hannover,Helwing. Eine Brochürc, welche besonders Bemerkungen enthält über die damals von Kantaufgestellte Theorie vom Leben Jesu.
3) Anhang zu dem lüneburgischcn Kirchengesangbuch. Celle, Schulz. Die geistlichen,darin enthaltenen Lieder sind von ihm gesammelt und zum Kirchcngebranch, hie und da vielleichtnicht immer glücklich, verändert.^)
4) lieber das Acrgerniß an Christo. 1788. Hannover, Schmid'sche Buchhandlung.
Im Besitze der Familie ist ein Mcdaillon-Portrait des Johann Konrad Eggcrs, nach
welchem der Professor Or. Desterley im Jahre 1878 ein lebensgroßes Oclbild mit gewohnterMeisterschaft anfertigte. Dasselbe ist im Besitz der Amtshauptmannin Eggers, gcborncn Kestnerzn Hannover.
Vermählt war Eggers mit Katharina Sophia Blanel, der Tochter des Johann KonradBlaucl, Hoffactors zn Hannover und seiner Gemahlin Justine Friederike Busch, des Bürger-meisters zn Rodenberg im Hessischen Tochter. Die Wittwc folgte dem vorangegangenen Gattenam 16. December 1831 in die Ewigkeit nach. Sic hatte als Wittwe zn Celle gelebt. Uner-müdlich hatte sie in häuslicher Arbeit den schwachen Körper des theurcn Gatten liebreich gepflegt,eine sorgende Mutter ihren Kindern, wie auch denen, die ihrer und ihres ManncS Sorgeanvertraut waren. Der Kummer über das Hinscheiden ihrer ältesten innig geliebten, allen sowerthen Tochter Susanne Friederike nagte an ihrer Lebenskraft. Ihr Tod war leicht. Zwarlebensmüde schied sie dennoch ungern von ihren Kindern und Enkeln, welche ihre zärtliche Liebeund ängstliche Sorge nie vergessen haben. Sic hatte ihrem Gemahl 5 Kinder geboren:
1) Susanne Friederike, geb. am 1. April 1779, starb am 22. April 1828. IhrBruder Christoph schreibt: „Unsere innigst geliebte, treu liebende, sinnig und verständig thcil-nehmcndc fromme Schwester Susanne, starb im 59. Lebensjahre. Sic war oft kränklich, endlichwiderstand ihr geschwächter Körper nicht mehr der Gewalt, welche das Band der edlen Seele,die mit ihm verknüpft war, auflöste. Die thenre Selige ist zum Vater gegangen."
2) Nicolaus Christoph, geb. am 19. Januar 1781.
H Die Nüssen trafen auf der Verfolgung der Trümmer der großen Armee Napoleons am 17. April1813 in Celle ein.
Die erklärenden Notizen sind vom Amtshauptmann Konrad Eggers hinzugefügt.